EUROMEDICA 

Hanover

1-2  Juni 2007

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

Russian Academy of Natural Sciences, Moscow


F.B. Kandarow
T.P. Tyrnowa
D.F. Kandarowa
DIE BEHANDLUNG POSTOPERATIVER SCHMERZEN UNTER ANWENDUNG DER NADELREFLE XTHERAPIE
Baschkirische Staatliche Medizinische Universität, Ufa, Russland

Die Schmerzen in der Gegend der Operationsnarbe entstehen laut der traditionellen chinesischen Medizin in verschiedener Zeitperiode infolge der Störung des Energieverlaufs in Kanälen. Manche Kranke, die Operationseingriffe überstanden haben (sie machen nicht mehr als 15 % aus), fühlen keine Schmerzen, weil der Energieverlauf spontan wiederhergestellt wird. In anderen Fällen gibt es Störungen, je nach der Zahl der Kanäle, die sich von selbst nicht wiederhergestellt haben. Auch lokale postoperative Komplikationen, deren Frequenz zwischen 10 - 37% schwankt, fördern zahlenmäßige Vergrößerung von Fernkomplikationen.

Die Indikation zur Akupunkturbehandlung dieser Schmerzen ist das Fehlen der Reoperationsindikation. Zur Behandlung ähnlicher Zustände und Wiederherstellung des Energieverlaufs benutzt man das Schema der Lokalisation von Kanalprojektionen an Hand und Fuss nach F.B.Kandarow [1, 2, 3]. Dabei werden die in diesen Quellen beschriebenen Verlaufskreuzungen von Korporalkanälen berücksichtigt oder es wird tonisierend mit Nadeln auf die unten angegebenen klassischen Korporalpunkte eingewirkt.

Nach der Appendektomie und bei Vorhandensein von Hyperalgesie-Hyperpathiezonen unter der Narbe wird zur Wiederherstellung des Energieverlaufs im Milz-Pankreas- und im Leberkanal tonisierend auf die Korporalpunkte MP15 Da-hen und L13 Tschshan-men links eingewirkt. In komplizierteren Fällen wird empfohlen, in Mikroakupunktursystemen die Appendixzone zusätzlich zu benutzen.

Nach der Cholezystektomie wird nicht nur die Verletzung des Milz/Pankreas- und des Leberkanals, sondern auch die des Gallenblase-, des Magen- und des Harnblasekanals berücksichtigt, deren Energie sich zentrifugal bewegt und deshalb entstehen zusätzlich Hyperalgesiezonen über der Operationsnarbe. Um den Verlauf der verletzten Kanäle wiederherzustellen und dadurch die Schmerzen zu kupieren, wird tonisiernd auf die Korporalpunkte des Pankreas/Milzkanals und des Leberkanals über der Narbe rechts, auf die des Gallen-und des Harnblasekanals am rechten Fuss und auf die des Magenkanals - am linken Fuss eingewirkt.

Nach dem postoperativen Überschambergquerschnitt an Organen des kleinen Beckens wird der Verlauf des Vordermittelkanals und der beiden Zweige des Nierenkanals und manchmal auch der des Magenkanals verletzt. Mit der Zeit entsteht eine Hyperalgesiezone unter der Narbe, man beobachtet die Störung im Nervensystem, im Urogenital-und Sexualbereich. Bei der Behandlung wird tonisierend in die Nierenkanalpunkte über der Narbe an den beiden Seiten eingestochen, in den J24-Punkt und bei Interessiertheit des Magenkanals zusätzlich auch in die Punkte M41- M45 an den beiden Füßen.

Bei der Operation in der Halsgegend, z.B. bei Strumektomie und unter Anwendung des Kragenschnitts wird der Energieverlauf im Vordermittel- und im Magenkanal unterbrochen, was dauernde Kopfschmerzen verursacht. Es wird tonisierend in den J24-Punkt und in die Punkte M41- M45 an den beiden Seiten eingestochen.

Nach der Mammektomie können in der Herz-und Achselgegend noch lange Schmerzen erhalten bleiben. Nach einer Behandlung unter Anwendung der Akupunktur und des dargelegten Verfahrens werden alle diese Erscheinungen entweder beseitigt oder sie nehmen bedeutend ab.

Das dargelegte Verfahren zur Behandlung der Nachoperationsschmerzen unter Anwendung der Nadelreflextherapie ist sowohl in der frühen als auch in der entfernten Nachoperationsperiode effektiv.