EUROMEDICAHanover1-2 Juni 2007 |
Advanced methods of diagnosis,
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| T. Lechler | ERNÄHRUNG – DER PROGRAMMIERTE WEG ZU GESUNDHEIT UND KRANKHEIT |
| TRUW Arzneimittel GmbH, Gütersloh, Deutschland |
„Der Mensch ist, was er isst“, d. h. sein Phänotyp resultiert aus einem dynamischen Faktorengeflecht aus Nährstoffangebot bzw. -bedarf einerseits sowie seiner Umwelt und seinen Erbfaktoren andererseits. Aus diesem Grundsatz erklären sich die Gewichtsprobleme in der Bevölkerung. Das ist für jeden sichtbar und weit mehr als nur ein kosmetisches Problem. Wesentlicher Grund für das heute grassierende Übergewicht ist die im Computer- und Fast-Food-Zeitalter übliche Bewegungsarmut und vor allem die hoch kalorische Kost. Langfristig können nämlich, von den Betroffenen unbemerkt, Störungen im Stoffwechsel auftreten, die unter anderem die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2 fördern. Die Zusammenhänge beider Krankheitsbilder prägten den inzwischen in der Medizin üblichen Begriff „Kardiodiabetes“. Ein gangbarer Ausweg zur Prävention und „Erleichterung“ der Bevölkerung bieten die Praxis einer gesunden Ernährung und/ oder Innovationen zur Optimierung der Ernährung.
Die Mehrheit der Diabetiker in Deutschland sind Typ-2-Diabetiker. Der Diagnose „Diabetes mellitus Typ 2“ gehen jahrelange Störungen der Glucosehomöostase voraus, die sich u. a. in hohen Nüchternglucosewerten, Hyperinsulinämie äußern und oft von Hyperlipoproteinämien begleitet werden. Grund: Myo- und Adipozyten utilisieren Glucose nur unzureichend und entwickeln eine zunehmende Insulinresistenz. Je nach Qualität der Stoffwechsellage kommen therapeutisch orale Antidiabetika und/oder Insulin bzw. diätetische Maßnahmen zum Einsatz.
Ein wichtiger Therapiebaustein zur normnahen Einstellung der Stoffwechselparameter des „Prädiabetikers“ und Typ-2-Diabetikers ist die Praxis einer gesunden Ernährung. Es genügt nicht, Betroffene mit rigiden Regelwerken für ihre Ernährung zu konfrontieren. Viel wichtiger ist, ein individuelles Ernährungskonzept zu entwickeln, das der gewohnten Esskultur sehr nahe kommt, und dennoch sein Ziel nicht verfehlt. Dabei können Nahrungsergänzungsmittel und diätetische Lebensmittel, z. B. marine Fette oder der wässrige Zimtextrakt TC 112 zum Zuge kommen, sofern eine eingehende Beratung vorangeht.
„Prädiabetiker“ und Typ-2-Diabetiker profitieren in mehrfacher Hinsicht von einer Ergänzung der Nahrung mit EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure). Sie verbessern die Blutrheologie, die Vasomotion und den atherogenen Index. Letztlich modulieren EPA und DHA die Aktivität des Immunsystems, was atherogene, i. e. S. inflammatorischer Prozesse im Subendothel der Arterien dämpft. Diese gefäßprotektiven Effekte sind auf Grund der pathophysiologisch engen Verzahnung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2 von großer Bedeutung.
Zimt wird primär als Gewürz und Heilmittel eingesetzt. Nach heutigem Wissen geht mit dem Zimtkonsum das Ausmaß der Insulinresistenz zurück. Dabei scheinen Substanzen in der hydrophilen Fraktion des Zimtpulvers, die zur Gruppe der Phytochemicals (Flavonoide) zählen, eine besondere Rolle zu spielen. Diese Polyphenole greifen in die komplexen biochemische Kaskaden, die die Insulinrezeptorfunktion ausmachen, ein und steigern dessen Sensibililität für Insulinreize. Diese Erkenntnisse aus In vitro Studien wurden am Tiermodell verifiziert, wobei eine Normalisierung der Glucosehomöostase, aber keine Hypoglykämie beobachtet wurde.
Der Nutzen von wässrigem Zimtextrakt TC 112 für Typ-2-Diabetiker wurde unter kontrollierten Bedingungen untersucht. Über 4 Monate führten sich 33 Patienten wässrigen Zimtextrakt TC 112 (Diabetruw®Z imtextraktkapseln1) zu, was etwa 3 g Cassia-Zimtpulver entspricht, die Kontrollgruppe (32 Patienten) verzehrten pro Tag 3 Placebo-Kapseln. Ergebnis: Es zeigte sich ein deutlicher Einfluss auf den Nüchternblutzucker: Die mittleren Nüchternblutzuckerwerte in der Verumgruppe nahmen um 10,3% ab, unter Placebo nur um 3,3%. Der Unterschied war statistisch signifikant. Hypoglykämische Episoden blieben aus. Andere Laborparameter z.
B. die Blutgerinnung (Quick-Wert) wurden nicht beeinflusst. Ferner bestätigte sich die Anwendungssicherheit des wässrigen Zimtextrakts TC 112.
Nach aktuellem Wissen und den bisher gesammelten Erfahrungswerten empfiehlt sich zur Prävention bzw. Ernährungstherapie des Typ-2-Diabetikers eine obst- und gemüsebetonte Kost, die neben dem Energiegehalt der Nahrung auch individuelle Vorlieben berücksichtigt. In diesem Sinne kann auch eine Ergänzung der Nahrung mit Nahrungsergänzungsmitteln und/oder diätetische Lebensmitteln sinnvoll werden, z. B. in Kapselform mit wässrigem Zimtextrakt TC 112 (Diabetruw®Zimtextraktkapseln) und/oder DHA und EPA.
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