EUROMEDICA 

Hanover

6-7  Juni 2008

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

Russian Academy of Natural Sciences, Moscow


M.A. Sidorova
N.A. Eruschova
ANWENDUNG DER NEURONETZ-TECHNOLOGIEN IN DER DIAGNOSTIK DER PARAMETER VON HÄMOSTASE
Staatliche technologische Akademie, Pensa, Russland

Aktuell stellt die hohe Sterblichkeitsrate in der Bevölkerung von Russland wegen Herz- Gefäß- Krankheiten eins der Hauptprobleme der einheimischen Medizin dar. In diesem Zusammenhang kann festgestellt werden, dass wenn in Europa die Tendenz in Richtung zur Verringerung der Erkrankungszahlen geht, in unserem Land die Anzahl der Menschen, die an Herzgefäß- Krankheiten erkranken, sich jährlich um 1 - 2% erhöht [1]. Außerdem wird diese Kategorie von Krankheiten praktisch immer von den Störungen der Hämostase begleitet. Im Einzelnen geht es um die Thrombosen, das erhöhte Risiko des plötzlichen Todes aufgrund der Thrombose der lebenswichtigen Blutgefäße mit der darauf folgenden Nekrose des Gewebes und um Herzinfarkt oder Gehirnschlag. In diesem Zusammenhang wird die Problematik der Qualitätsdiagnostik von Thrombosen und Embolien mit dem Ziel der rechtzeitigen Verhinderung von Komplikationen bei den o.g. Krankheiten von besonderer Bedeutung sein. Trotz der großen Anzahl unterschiedlicher Methoden und Mitteln der Diagnose der thrombotischen Zustände, wird der Prozess der Diagnosefeststellung fast immer langwierig sein und mit vielen Diagnostikverfahren der invasiven und nichtinvasiven Art verbunden werden müssen. Gleichzeitig können alle diese Studien in bestimmten Fällen keine ausreichenden Ergebnisse liefern, obgleich sie die Zeit- und Materialaufwendungen erfordern; folglich ist es für die Bestimmung des Komplexes von Diagnosemassen angebracht, das Screening durchzuführen, die es ermöglicht, einleitende Diagnose mit ausreichender Genauigkeit zu erhalten, um die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von einer oder anderen Pathologie festzustellen. Das von den Autoren entwickelte System das Screening, basiert auf Neuronnetzen. Zum Eingang des Neuronetzes werden die Parameterwerte eingegeben, die die Gerinnungsfähigkeit des Blutes kennzeichnen. Es wird angenommen, dass die Parameterwerte durch die Blutanalyse jedes einzelnen Patienten erhalten werden. Auf diese Weise soll das Neuronnetz die Parameterwerte der Gerinnungsfähigkeit/ Koagulation analysieren und den Zustand jedes einzelnen Patienten als normal oder pathologisch einstufen. Im Falle der Feststellung pathologischer Zustände, erfolgt durch ein anderes Netz eine weitere Klassifikation und Feststellung, ob der Patient zur Hämophilie oder zur Thrombosebildung neigt. Neuronnetze arbeiten mit numerischen Daten, die in der Regel einem begrenzten Beriech entnommen werden. Im Anfangsstadium der Projektierung des Neuronnetzes wurden von den Autoren Datenbereiche unter Berücksichtigung der Grenzen der „Standard - Pathologie“ der Koagulation, die den medizinischen Atlanten und anderen Fachquellen entnommen wurden, aufgenommen. Des Weiteren wurde das Netz perfektioniert und mit Hilfe der realen klinischen Daten, die von den Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens der Stadt Pensa zur Verfügung gestellt wurden, getestet. Um das Neuronnetz „auszubilden“, wurde in MS Excel eine Matrix erschaffen, die sowohl die normalen, als auch die pathologischen Parameterwerte der Koagulation enthält – die sogenannte „ausbildende Menge“. Außer der Matrix der „ausbildende Menge“ in MSExcel, entwickelten die Autoren eine weitere Matrix der „gewünschten Resultate“. Für die Einschätzung der Arbeitseffektivität des Neuronnetzes in der Aufgabe der Klassifikation wurden Kontroll- und Testsätze (Mengen) benutzt. So macht es die Gesamtheit der beiden Neuronnetzen möglich, die schrittweise Systematisierung der Parameter der Biochemie des Blutes zu produzieren, infolgedessen im ersten Schritt die Abweichung der verschiedenen Parameter vom Standard und um zweiten Schritt zwei Bereiche „der Pathologie“ festgestellt werden. Am Ende wird die einleitende Diagnose über Vorhandensein oder Fehlen der pathologischen Zustände des Systems der Hemostase gebildet. Dabei ist für die Anwendung der Neuronnetze das Vorhandensein der speziellen Geräte in den Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens nicht notwendig. Die Bearbeitung der Parameterwerte der Biochemie des Blutes bzw. deren Auswertung wird mit Hilfe des üblichen Personalcomputers durchgeführt.