| T.W. Kulemsina |
DIE ANWENDUNG VON HIRUDOREFLEXOTHERAPIE, AKUPUNKTUR
UND MANUALTHERAPIE BEI GONARTHROSE |
| Medizinische Nationale Gorkiy – Universität,
Donezk, Ukraine |
Einführung. Gonarthrose (GA) ist eine verbreitete Gelenkerkrankung. Bei
den Osteoarthrosen wird die Behinderung in 10% der Bevölkerung über
55 Jahre beobachtet. Einer der ethiologischen Faktoren der GA- Entstehung ist
die Störung der Haltung und des Bewegungsstereotyps. Das trägt zur
Schädigung des ursprünglich gesunden Knies, in dem später pathologische
Veränderungen beobachtet werden können. Forschungsziel. Entwicklung
der Schemas für Rehabilitationsmaßnahmen, die auf Beseitigung der
sekundären biomechanischen Störungen bei der GA gerichtet sind und
Hirudoreflexotherapie, Akupunktur, Manualtherapie umfassen. Forschungsmateriale
und Methoden. Die Behandlung von 20 Patienten(12 Frauen, 8 Männer) beider
Geschlechter im Alter von 35 bis 52 mit GA wurde durchgeführt. 15 Patienten
litten an Störung des rechten Knies, und 5 an Störung des linken Knies.
Meistens begann der Kurs mit Akupunktur, die in Hirudotherapie überging
und mit Manualtherapie abgeschlossen wurde. Zusätzlich wurden spezifische
Akupunkturstellen zur Funktionswiederherstellung jeder von zusammengezogenen
Muskeln benutzt. Neben den Stellen, die einen spezifischen Einfluss
auf entsprechende Muskeln ausübten, wurden im Kurs Stellen mit Lokal-,
Segment, und Allgemeinwirkung angewendet, die oft mit Triggerstellen zusammenfielen.
Die Zahl der Stellen pro eine Behandlungsperiode betrug von 11 bis 12 Stellen.
Die Behandlung fand durchschnittlich zweimal pro Woche statt. Manualtherapie
wurde auf die Beseitigung der funktionellen Blockierung in entsprechenden Gelenken
vorwiegend durch die Einwirkung auf den Muskelapparat gerichtet. Die Anwendung
von Methoden der Manualtherapie ließ Rehabilitationsmaßnahmen auf
die Wiederherstellung der Länge von Tonus- Kraft- Besonderheiten der zusammengezogenen
Muskeln und auf Beseitigung der sekundären biomechanischen Störungen
richten. Ergebnisse. Die Verringerung der pathologischen Veränderungen
wurde in 85% der Patienten beobachtet. Nach 2 Monaten blieb eine stabile therapeutische
Wirkung in 70% der Patienten erhalten. In anderen Patienten wurden rückfällige
Krankheitserscheinungen beobachtet aber ihr Ausdrucksgrad war geringer. Schlussfolgerungen.
Angebotene Schemas für Rehabilitationsmaßnahmen, die an Patienten
mit der sekundären durch erhöhte Belastung auf das geschädigte
Kniegelenk hervorgerufenen GA angewendet wurden, ließen eine sekundäre
Muskelzusammenziehung und begleitende Funktionsstörungen der Gelenke und
des Bindeapparates verringern. Damit wurde der Entstehung und Entwicklung von
organischen Störungen im ungeschädigten Kniegelenk vorgebeugt.