| A.J. Telengator |
FOLGEN LEICHTER GESCHLOSSENER SCHÄDELFRAKTUR
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| Kiev, Ukraine |
In der Bevölkerung steigt ständig in den letzten Jahrzehnten die Zahl
von Schädelfrakturen (SF). Nach den Statistiken der WGO steigt diese Zahl
jährlich um 2%. Darunter beträgt die Zahl von leichten geschlossenen
Schädelfrakturen (LGSF) 70% und deren Folgen 50 – 70%. Obwohl die
meisten praktizierenden Ärzte der Meinung sind, dass die LGSF keine ausgeprägten
Folgen hinterlassen. Ziel der Untersuchungen: festzustellen, ob und welche Folgen
die LGSF haben und welche Rolle das im Leben der Betroffenen spielt. Material
und Methoden: es wurden 210 Patienten im Alter von 18 bis 75 Jahre nach einer
LGSF untersucht. Die Patienten wurden in 2 Gruppen eingeteilt. 1. Gruppe: 110
Personen, die vor der LGSF gesund waren: 87 Männer und 23 Frauen. 2. Gruppe:
100 Personen, die vor der LGSF an arterieller Hypotonie, dyszirkulatorischer
Enzaphalopathie 1. und 2. Grades, die sich als Folge der Zerabralarteriensklerose
entwickelt hat (40 Männer und 50 Frauen). Die Untersuchung dauerte von
einigen Monaten bie 20 Jahre.Als Grundlage galt die Einjahresfrist nach der
LGSF, in der man schon etwas über Folgen in Zukunft sagen konnte. Es wurden
dabei psychoneurologischer und vegetativ-somatischer Status untersucht. Untersuchungsergebnisse.
1 Jahr nach der LGSF beschwerten sich einige Patienten über Kopfschmerzen,
Schwindel, Schlafstörungen, Gedächtnisschwäche, Aufmerksamkeitsstörungen,
Reizbarkeit usw.; Symptome von Störungen des animalen Nervensystems ( Konvergenzstörungen,
zentrale faziale Parese, erhöhte Leistung von peristalen und Sehnenreflexen
der Arme und Beine, ihre Asymmetrie, Schwankungen beim Romberg-Versuch u.a.
wurden beobachtet. Am meisten waren das die Patienten der 2. Gruppe. Bei den
Patienten der 1. Gruppe waren in der Katamnese manchmal schwache Störungen
des Kreislaufsystems und des Verdauungstraktes zu verzeichnen, die schnell vorbei
waren. Die Kranken der 2. Gruppe litten später an Ischämie (13%),
hypertonischen Krisen (8%), chronischer Cholezystitis (8%), chronischer Gastroduodenitis
(4%), Magen- und Zwölfdarm-Geschwüren (3%), Herzinfarkt (1%). Vegetative
Pathologien (meistens als Syndrom der vegatativen Blutgefässdystonie) wiesen
59,5% von den Patienten der 1. Gruppe und 83% - der 2. Gruppe auf. Aufmerksamkeits-,
Gedächtnis-, Denk- sowie emotionale Willensstörungen wurden bei 13,0
– 33% Patienten der 1. Gruppe und von 50% bis 78,6% in der 2. Gruppe festgestellt.
5 Patienten der 1. Gruppe wurden nach 1 Jahr als behindert eingestuft (verschiedene
Krankheiten), in der 2. Gruppe waren es 14 Personen. Bei 20% Patienten der 1.Gruppe
sank die Berufsqualifizierung, in der 2.Gruppe – bei 35,3%. Bei
68 Patienten der 1.Gruppe sank auch die soziale Adaptation, in der 2. Gruppe
– bei 80 Personen, aber viel ausgeprägter. In der 1. Gruppe gab es
keine Ehescheidungen, in der 2. Gruppe dagegen bei 21,5%. Folgendekompensationen
wurden in der 1.Gruppe bei 27,3%, in der 2. Gruppe bei 60% Patienten beobachtet.
In der 1. Gruppe verlief die Genesung des Gehirns zur Norm zurück (51,8%)
und stabil (28,2%); in der 2. Gruppe meistens remitierend (39,3%) und progredient
(28%). Traumatische Enzephalopathie wurde nach 1 Jahr bei 4,6% Patienten der
1. Gruppe und bei 14% Patienten der 2.Gruppe diagnostiziert; epileptischer Syndrom:
1.Gruppe – 2,7%, 2. Gruppe – 9%;Syndrom zerebrovaskulärer Störungen:
in der 2.Gruppe – 18%. In der 1.Gruppe wurden zerebrovaskuläre Störungen
auch diagnostiziert (15,5%), aber in den darauf folgenden 7 Jahren. Zerebrale
posttraumatische Arachnoiditis: 1. Gruppe – 2,6%, 2. Gruppe – 2%.
Syndrom psychopathologischer Störungen: 1. Gruppe – 0,9%, 2. Gruppe
-24%.Man kann also behaupten, dass die LGSF oft verschiedene Folgen haben, die
viel deutlicher bei den Personen ausgeprägt sind, die schon vor dem Trauma
verschiedene Beschwerden bzw. Krankheiten hatten. Das sind nicht nur gesundheitliche,
sondern auch soziale, berufliche und familiäre Folgen. Deswegen müssen
die Betroffenen auch im Weiteren medizinisch beobachtet werden