EUROMEDICA 

Hanover

6-7  Juni 2008

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

Russian Academy of Natural Sciences, Moscow


A.J. Telengator FOLGEN LEICHTER GESCHLOSSENER SCHÄDELFRAKTUR
Kiev, Ukraine

In der Bevölkerung steigt ständig in den letzten Jahrzehnten die Zahl von Schädelfrakturen (SF). Nach den Statistiken der WGO steigt diese Zahl jährlich um 2%. Darunter beträgt die Zahl von leichten geschlossenen Schädelfrakturen (LGSF) 70% und deren Folgen 50 – 70%. Obwohl die meisten praktizierenden Ärzte der Meinung sind, dass die LGSF keine ausgeprägten Folgen hinterlassen. Ziel der Untersuchungen: festzustellen, ob und welche Folgen die LGSF haben und welche Rolle das im Leben der Betroffenen spielt. Material und Methoden: es wurden 210 Patienten im Alter von 18 bis 75 Jahre nach einer LGSF untersucht. Die Patienten wurden in 2 Gruppen eingeteilt. 1. Gruppe: 110 Personen, die vor der LGSF gesund waren: 87 Männer und 23 Frauen. 2. Gruppe: 100 Personen, die vor der LGSF an arterieller Hypotonie, dyszirkulatorischer Enzaphalopathie 1. und 2. Grades, die sich als Folge der Zerabralarteriensklerose entwickelt hat (40 Männer und 50 Frauen). Die Untersuchung dauerte von einigen Monaten bie 20 Jahre.Als Grundlage galt die Einjahresfrist nach der LGSF, in der man schon etwas über Folgen in Zukunft sagen konnte. Es wurden dabei psychoneurologischer und vegetativ-somatischer Status untersucht. Untersuchungsergebnisse. 1 Jahr nach der LGSF beschwerten sich einige Patienten über Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Gedächtnisschwäche, Aufmerksamkeitsstörungen, Reizbarkeit usw.; Symptome von Störungen des animalen Nervensystems ( Konvergenzstörungen, zentrale faziale Parese, erhöhte Leistung von peristalen und Sehnenreflexen der Arme und Beine, ihre Asymmetrie, Schwankungen beim Romberg-Versuch u.a. wurden beobachtet. Am meisten waren das die Patienten der 2. Gruppe. Bei den Patienten der 1. Gruppe waren in der Katamnese manchmal schwache Störungen des Kreislaufsystems und des Verdauungstraktes zu verzeichnen, die schnell vorbei waren. Die Kranken der 2. Gruppe litten später an Ischämie (13%), hypertonischen Krisen (8%), chronischer Cholezystitis (8%), chronischer Gastroduodenitis (4%), Magen- und Zwölfdarm-Geschwüren (3%), Herzinfarkt (1%). Vegetative Pathologien (meistens als Syndrom der vegatativen Blutgefässdystonie) wiesen 59,5% von den Patienten der 1. Gruppe und 83% - der 2. Gruppe auf. Aufmerksamkeits-, Gedächtnis-, Denk- sowie emotionale Willensstörungen wurden bei 13,0 – 33% Patienten der 1. Gruppe und von 50% bis 78,6% in der 2. Gruppe festgestellt. 5 Patienten der 1. Gruppe wurden nach 1 Jahr als behindert eingestuft (verschiedene Krankheiten), in der 2. Gruppe waren es 14 Personen. Bei 20% Patienten der 1.Gruppe sank die Berufsqualifizierung, in der 2.Gruppe – bei 35,3%. Bei 68 Patienten der 1.Gruppe sank auch die soziale Adaptation, in der 2. Gruppe – bei 80 Personen, aber viel ausgeprägter. In der 1. Gruppe gab es keine Ehescheidungen, in der 2. Gruppe dagegen bei 21,5%. Folgendekompensationen wurden in der 1.Gruppe bei 27,3%, in der 2. Gruppe bei 60% Patienten beobachtet. In der 1. Gruppe verlief die Genesung des Gehirns zur Norm zurück (51,8%) und stabil (28,2%); in der 2. Gruppe meistens remitierend (39,3%) und progredient (28%). Traumatische Enzephalopathie wurde nach 1 Jahr bei 4,6% Patienten der 1. Gruppe und bei 14% Patienten der 2.Gruppe diagnostiziert; epileptischer Syndrom: 1.Gruppe – 2,7%, 2. Gruppe – 9%;Syndrom zerebrovaskulärer Störungen: in der 2.Gruppe – 18%. In der 1.Gruppe wurden zerebrovaskuläre Störungen auch diagnostiziert (15,5%), aber in den darauf folgenden 7 Jahren. Zerebrale posttraumatische Arachnoiditis: 1. Gruppe – 2,6%, 2. Gruppe – 2%. Syndrom psychopathologischer Störungen: 1. Gruppe – 0,9%, 2. Gruppe -24%.Man kann also behaupten, dass die LGSF oft verschiedene Folgen haben, die viel deutlicher bei den Personen ausgeprägt sind, die schon vor dem Trauma verschiedene Beschwerden bzw. Krankheiten hatten. Das sind nicht nur gesundheitliche, sondern auch soziale, berufliche und familiäre Folgen. Deswegen müssen die Betroffenen auch im Weiteren medizinisch beobachtet werden