| A.N. Tukhikyan |
INTRALIGAMENTÄRE ANÄSTHESIE IN DER STOMATOLOGIE
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| Private Zahnarztpraxis, Rjasan, Russland |
Das Prinzip der intraligamentären Anästhesie besteht in der Einführung
der Anästhesielösung ins Periodontium unter dem Druck, der für
den Gewebewiderstand nötig ist. Unter Druck verteilt sich die Lösung
den Periodontiumraum entlang, während der Hauptmenge der Flüssigkeit
durch die Lamina cribriformis in den Intraknochenal-veolarraum, bis zum Periapikalbereich,
durchdringt. Diese Anästhesiemethode hat viele positive Seiten:
- eine kurze Latenzphase, seit den ersten Sekunden der Injektion;
- die Betäubung dauert von 20 bis 30 Minuten;
- eine einfache und schmerzlose Anästhesie;
- keine Betäubung von weichen Geweben nach der Injektion.
Besonders gut ist diese Anästhesiemethode für die Kinder:
- keine Hämatome;
- die betäubten Lippen, Wange und Zunge werden nicht gekaut;
- es ist leichter, die Lage der Zähne beim Zubeißen nach der
Behandlung zu korrigieren;
- die Toxizität ist wegen der geringen Menge des Anästhetikums
kaum wahrscheinlich.
Bei der Durchführung der intraligamentären Anästhesie ist das
Wichtigste, einen hohen Druck bei der Injektion zu schaffen. Nach der antiseptischen
Bearbeitung des Zahnes und der Zahnfleischfurche um den Zahn herum wird
das Anästhetikum ins Periodontium unter Druck eingeführt. Die Nadel
wird unter dem Winkel von 30° durch die Zahnfleischfurche 1- 3 mm
tief eingeführt. Auf die richtige Lage der Nadel weist der Gewebewiderstand
bei der Injektion des Anästhetikums hin. Die Zahl der Injektionen hängt
von der Zahl der Zahnwurzeln ab. Die Anästhesie wird von den approximalen
Zahnoberflächen eingeführt. Für die Betäubung einer
Zahnwurzel reichen 0,12 – 0,16 ml des Anästhetikums. Bei den konservativen
Behandlungsmethoden (Karies, Pulpitis usw.) wird die Nadel ins Periodontium
sehr vorsichtig nicht tiefer als 2- 3 mm eingeführt, die Lösung wird
mit Pausen nach jeder Dosis injeziert. Vorteile der intraligamentären Anästhesie:
- ein hoher Betäubungsgrad – von 88 bis 96%;
- schmerzlos;
- eine fast augenblickliche Anästhesiewirkung;
- die Betäubungsdauer bis 30 Minuten;
- eine geringe Menge des Anästhetikums;
- keine Nachteile wie bei der Leiteranästhesie:keine langfristige Unterbrechung
der Leitfähigkeit des Nervs, keine lange Latenzphase, keine Kontraktur
usw.;
- es ist möglich, während einer Behandlung die Zahne in vier Kieferquadranten
mit geringer Menge des Anästhetikums zu behandeln;
- kein Unbehagengefühl beim Patienten während der Injektion.
Die intraligamentäre Anästhesie ist eine aussichtsreiche, hocheffektive,
sichere Betäubungsmethode, die eine adäquate Anästhesie fast
für alle ambulatorische stomatologische Eingriffe ermöglicht. Die
intraligamentare Anästhesie kann sowohl als Haupt- als auch als zusätzliche
Betäubungsmethode dienen, deren Anwendung die Qualität von stomatologischen
Eingriffen erhöhen lässt.