EUROMEDICA 

Hanover

6-7  Juni 2008

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

Russian Academy of Natural Sciences, Moscow


A.P. Pogromov
B.L. Farber
V.A. Matkevich
I.M. Setschenov
METHODE „DARMLAVAGE“ ALS WIRKSAME KORREKTION DER MIKROBIOZENOSE DES DARMS
Medizinische Akademie, OOO „Medizinische Liga, Moskau, Russland
21. Jahrhundert“, OOO „Wissenschaftliches methodisches Zentrum, Moskau, Russland „Lavage Global“, Moskau, Russland

In den letzten 2 – 3 Jahrzehnten wurde das Problem der Darm-Dysbakteriose aktuell. Die bekannten Korrektionsmethoden sind jedoch nicht genug effektiv. In den durchgeführten Untersuchungen wurde eine korrigierende Einwirkung der Darmlavage (DL) auf die Darmmikrobiozenose bei Exo- und Endotoxikosen festgestellt. Ziel: Bewertung der Wirksamkeit der DL bei den Kranken an Dysbakterie. Material und Methoden: Die Untersuchungen wurden durchgeführt an 322 Patienten mit Darm-Dysbakteriose (Männer – 50, Frauen – 272) im Alter von 14 bis 65 Jahren: 162 Patienten (1. Gruppe) hatten zusätzlich chronische Krankheiten des Verdauungstraktes (VT). Gastritis, Duodenitis, Hepatitis, Pankreatitis, Cholezystitis, Dyskinesie der Gallenwege; 52 Patienten (2. Gruppe) hatten zusätzlich Hautkrankheiten: Akne, Ekzem, atopische Dermatitis, Psoriasis; 11 Patienten (3. Gruppe) hatten zusätzlich Nahrungsallergien, Polynose; 97 Patienten (4. Gruppe) hatten keine festgestellte Diagnose, sie litten an Dyspepsie wegen falscher Ernährung, an Stressen, andere hatten Darmprobleme nach dem Aufenthalt in Ländern mit tropischem Klima oder nach der Einnahme der Antibiotika. Die Patienten tranken nüchtern eine enterale Salzlösung je 150 ml alle fünf Minuten, insgesamt 3 – 4,2 l. Darauf folgte eine natürliche wiederholte Darmentleerung. Die Prozedur dauerte etwa 2 – 4 Stunden, bis das Spülwasser klar wurde. Nach der Prozedur bekamen die Patienten Hilak forte und Pektin. Das Verfahren wurde im Laufe von 3 bis 7 Tagen durchgeführt. Wenn nach der 4. Anwendung keine Verbesserung festgestellt wurde, machte man einen Fäkalientest. Im Weiteren wurden die Anwendungen durch Bakteriophagen, Probiotika und Antipilzpräparate unterstützt. Die Behandlungsergebnisse wurden nach der klinischen Dynamik und nach den Ergebnissen des Fäkalientestes bewertet. Ergebnisse: In der 1. und der 3. Gruppen verbesserte sich der Zustand nach der 4. Anwendung. In der 4. Gruppe wurde die klinische Verbesserung nach 4 – 6 Anwendungen beobachtet. Die 2. Gruppe bekam von 6 bis 20 Anwendungen. In 2 Fällen (atopische Dermatitis und Psoriasis) konnte keine Verbesserung erreicht werden. In allen anderen Fällen wurden positive Veränderungen beim Fäkalientest festgestellt: atypische Formen der Darmstäbchen waren weg sowie Klebsiella, Staphylococcus aureus. Es normalisierte sich die Zahl von Candiden, Bifidusbakterien und Laktobakterien. Zusammenfassung: Eine positive Einwirkung der DL auf die Darmmikroflora kann man damit erklären, dass nur die obere Schicht der Mikroflora durch die Darmspülung weggetragen wird. Die untere Schicht bleibt behalten. Es wird als Folge der DL das Medium für die Normoflora geschaffen, wo Probiotika leicht anwachsen.