A.P. Pogromov
B.L. Farber
V.A. Matkevich
I.M. Setschenov |
METHODE „DARMLAVAGE“ ALS WIRKSAME KORREKTION
DER MIKROBIOZENOSE DES DARMS |
Medizinische Akademie, OOO „Medizinische Liga,
Moskau, Russland
21. Jahrhundert“, OOO „Wissenschaftliches methodisches Zentrum,
Moskau, Russland „Lavage Global“, Moskau, Russland |
In den letzten 2 – 3 Jahrzehnten wurde das Problem der Darm-Dysbakteriose
aktuell. Die bekannten Korrektionsmethoden sind jedoch nicht genug effektiv.
In den durchgeführten Untersuchungen wurde eine korrigierende Einwirkung
der Darmlavage (DL) auf die Darmmikrobiozenose bei Exo- und Endotoxikosen festgestellt.
Ziel: Bewertung der Wirksamkeit der DL bei den Kranken an Dysbakterie. Material
und Methoden: Die Untersuchungen wurden durchgeführt an 322 Patienten mit
Darm-Dysbakteriose (Männer – 50, Frauen – 272) im Alter von
14 bis 65 Jahren: 162 Patienten (1. Gruppe) hatten zusätzlich chronische
Krankheiten des Verdauungstraktes (VT). Gastritis, Duodenitis, Hepatitis, Pankreatitis,
Cholezystitis, Dyskinesie der Gallenwege; 52 Patienten (2. Gruppe) hatten zusätzlich
Hautkrankheiten: Akne, Ekzem, atopische Dermatitis, Psoriasis; 11 Patienten
(3. Gruppe) hatten zusätzlich Nahrungsallergien, Polynose; 97 Patienten
(4. Gruppe) hatten keine festgestellte Diagnose, sie litten an Dyspepsie wegen
falscher Ernährung, an Stressen, andere hatten Darmprobleme nach dem Aufenthalt
in Ländern mit tropischem Klima oder nach der Einnahme der Antibiotika.
Die Patienten tranken nüchtern eine enterale Salzlösung je 150 ml
alle fünf Minuten, insgesamt 3 – 4,2 l. Darauf folgte eine natürliche
wiederholte Darmentleerung. Die Prozedur dauerte etwa 2 – 4 Stunden, bis
das Spülwasser klar wurde. Nach der Prozedur bekamen die Patienten Hilak
forte und Pektin. Das Verfahren wurde im Laufe von 3 bis 7 Tagen durchgeführt.
Wenn nach der 4. Anwendung keine Verbesserung festgestellt wurde, machte man
einen Fäkalientest. Im Weiteren wurden die Anwendungen durch Bakteriophagen,
Probiotika und Antipilzpräparate unterstützt. Die Behandlungsergebnisse
wurden nach der klinischen Dynamik und nach den Ergebnissen des Fäkalientestes
bewertet. Ergebnisse: In der 1. und der 3. Gruppen verbesserte sich der Zustand
nach der 4. Anwendung. In der 4. Gruppe wurde die klinische Verbesserung nach
4 – 6 Anwendungen beobachtet. Die 2. Gruppe bekam von 6 bis 20 Anwendungen.
In 2 Fällen (atopische Dermatitis und Psoriasis) konnte keine Verbesserung
erreicht werden. In allen anderen Fällen wurden positive Veränderungen
beim Fäkalientest festgestellt: atypische Formen der Darmstäbchen
waren weg sowie Klebsiella, Staphylococcus aureus. Es normalisierte sich die
Zahl von Candiden, Bifidusbakterien und Laktobakterien. Zusammenfassung:
Eine positive Einwirkung der DL auf die Darmmikroflora kann man damit
erklären, dass nur die obere Schicht der Mikroflora durch die Darmspülung
weggetragen wird. Die untere Schicht bleibt behalten. Es wird als Folge der
DL das Medium für die Normoflora geschaffen, wo Probiotika leicht
anwachsen.