EUROMEDICA 

Hanover

6-7  Juni 2008

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

Russian Academy of Natural Sciences, Moscow


Marion Matthies OPTIMIERUNG DER VERSORGUNGSABLÄUFE IN EINEM INTERDISZIPLINÄREN NETZWERK
KompetenzNetzwerk Orthopädie® M-V, Orthopädische Klinik und Poliklinik der Universitätsklinik Rostock AöR, Rostock, Deutschland e-mail: mm@bcv.org www.orthopaedie-mv.de

Das KompetenzNetzwerk Orthopädie M-V® ist ein Modellprojekt des Landes Mecklenburg-Vorpommern und wurde in den Masterplan Gesundheitswirtschaft des Landes integriert. Es wurde in Rostock im April 2006 zur Bündelung und Optimierung von Kompetenzen und Synergien ins Leben gerufen. Mitglieder des interdisziplinären Netzwerkes sind die Orthopädische Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Rostock, die Klinik Ahrensburg, die MTR GmbH und DOT GmbH aus den Bereichen der Medizintechnik, das Orth opädietechnikunternehmen LiEBAU GmbH, die Rehabilitationsklinik „Moorbad Bad Doberan“, das Hotel-Neptun als Touristik-Unternehmen und die BioCon Valley-Initiative (Life Science-und Gesundheitswirtschaf tsverbund MV). Die verschieden Netzwerkpartner haben sich zusammengefunden, neue innovative Wege im Bereich der Orthopädie zu bestreiten, gemeinsame Ressourcen zu nutzen, den Ausbau der Kommunikation untereinander und das Marketing zu forcieren, sowie ein einheitliches und abgestimmtes Qualitätsmanagement zur Gestaltung der Prozesse zu entwickeln. Dazu haben sie die Organisations-und Managementform des Netzwerkes gewählt. Wirtschaftswissenschaftliche Arbeiten im Bereich des strategischen Managements lassen den Schluss zu, dass zur Funktionstüchtigkeit eines Netzwerkes marktgerechte Wettbewerbsstrategien implementiert und angewendet werden müssen. Jeder Partner erwartet deshalb auch aus dieser Kooperation einen Vorteil für seine eigenen wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und politischen Interessen. Aus dieser engen Zusammenarbeit ergab sich bereits eine Vielzahl neuer innovativer Forschungsmöglichkeiten wie z. Bsp. die Entwicklung einer neuen Hüftorthese (FORTHIP-Projekt) oder der neuartigen Revisionspfanne (MARESProjekt). Es konnten bereits Patente angemeldet und eine neue Firma zur Entwicklung von Implantaten gegründet werden. Den Partnern ist es mit seinem Management sehr gut gelungen, ein erfolgreiches und funktionierendes Modell für die Verknüpfung von Wirtschaft, Wissenschaft, Medizin und Tourismus mit Ausbau einer Wertschöpfungskette zur Verbesserung der Versorgung im Bereich der Mobilität/ Bewegung für den Patienten in dieser Region und darüber hinaus zu schaffen. Die Versorgung regionaler, überregionaler und ausländischer Patienten im Rahmen des Netzwerkproduktes „RundumPaket“ ist ein Beispiel für die ausgebaute Kooperation der Partner untereinander. Innerhalb jeder Wertkette des Partners finden wiederum eigene Prozessabläufe statt, die durch Schnittstellen mit den Partnern verbunden und optimiert werden. Prof. Mittelmeier Netzwerksprecher und Direktor der Orthopädischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Rostock sagt dazu: „Von der Gelenkprothese bis zum Wellnessurlaub ist alles aufeinander abgestimmt. Der Patient muss fühlen, dass alles wie nach einem Drehbuch läuft“. Dem Patienten wird die gesamte Bandbreite der medizinischen Behandlung von der Erstversorgung über die Rehabilitation bis zum Erholungsurlaub über den Netzwerkpfad angeboten. Die Gewinnung neuer Patientengruppen aus dem In-und Ausland unter der Gewährleistung hoher medizinischer Qualitätsstandards, komplexer Serviceangebote für den Patienten und für die mitreisenden Angehörigen werden im Netzwerk gezielt umgesetzt. Zu den Höhepunkten der Initiativen des Netzwerkes zählen außerdem zahlreiche Präsentationen mit Informationsständen und wissenschaftlichen Vorträgen in Deutschland und im Ausland wie z. Bsp. in St. Petersburg, Moskau und Dubai und weiteren Ländern. Perspektivisch wird das Netzwerk weitere interdisziplinäre Fachbereiche (z. Bsp. Radiologie, Chirurgie, niedergelassene Praxen, Logistikund Touristikunternehmen usw.) zur Verbesserung des Servicegedankens für die Gäste und Patienten und der Optimierung der Versorgungsabläufe einbeziehen.