EUROMEDICA 

Hanover

6-7  Juni 2008

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

Russian Academy of Natural Sciences, Moscow


M.M. Polevschikov
V.V. Roshentsov
PSYCHOPHYSIOLOGISCHE METHODEN DER KONTROLLE DES FUNKTIONALEN ZUSTANDES UND DER FITNESS EINES MENSCHEN
Mari-Staatliche Technische Universität, Joschkar-Ola, Russland

In der Physiologie des Mnschen hat der Begriff „funktionaler Zustand“ (FZ) eine zunehmende Bedeutung. Damit beschäftigen sich viele Wissenschaften: Physiologie, Psychologie, Pädagogik, Soziologie, fast alle Bereiche der Medizin. Bei den regulierenden Prozessen, die im Organismus des Menschen verlaufen, gehört die führende Rolle dem zentralen Nervensystem (ZNS), deswegen muss man bei der Einschätzung des FZ den Zustand des ZNS einschätzen (nach N.B. Maslov u.a. 2003). Als psychophysiologische Parameter, die den Zustand des ZNS charakterisieren, werden psychophysiologische Parameter des Zustandes des Sehanalysators in Betracht gezogen, da die Effektivität seines Funktionierens von der Funktionsleistung des ZNS abhängt (nach S.V. Kravkov, 1950). In letzter Zeit werden neben der Verwendung von Paarimpulsen psychophysiologische Methoden angeboten, die die Zeitparameter bestimmen lassen, die die Inertieleistung der Sehkraft charakterisieren: die Zeit der Wiederherstellung (Patent 2195174 der Russischen Föderation), welche die Geschwindigkeit der Wi ederherstellungsprozesse charakterisiert; die Zeit der Wahrnehmung der Sehinformation (Patent 2209030 der RF). Darunter ist die Zeit zu verstehen, die nötig ist, um die Information an die Sehzentren weiterzuleiten und für ihre Wahrnehmung. Die Zeit der Empfindung (Patent 2231293 der RF), welche die Geschwindigkeit der Reizprozesse charakterisiert. Die Zeitparameter werden bei unterschiedlicher Dauerzeit der Impulse bestimmt, durch die Messung der Grenzimpulsintervals (GII), wenn zwei Impulse sich im Paar vereinen. Im Labor für funktionale Diagnostik am Lehrstuhl für physische Kultur der Staatlichen Technischen Universität der Marirepublik wurde eine Reihe von psychophysiologischen Methoden der Kontrolle des FZ und der Fitness des Menschen entwickelt und erprobt. Die Zeit der Erreichung der erforderlichen Leistung wird durch den Wert GII errechnet. Dafür wird im Prozess der Veloergometrie mehrfach der Wert GII gemessen und eine Dynamikgrafik erstellt, mit den Koordinaten „GII – Testzeit“; die Zeit der Erreichung der erforderlichen Leistung errechnet man, wenn das GII die Phase „Plateau“ erreicht. Wenn „Plateau“ erreicht ist, bedeutet das, dass das ZNS im quasistationären Regime funktioniert. D.h.: der Organismus (alle Organe und Systeme) hat seine optimale Leistung erreicht. Die Dauer dieses Zustandes hängt von dem Ermüdungsgrad ab, wenn beim Funktionieren von Organen und Systemen eine Dyskoordination festzustellen ist und der Wert der Arbeit steigt (nach K.M. Smirnov, 1984). Der Zustand des ZNS, das die Prozesse im Organismus regelt, verändert sich. Es ist angespannt, wovon die Verminderung des GII zwischen zwei Impulsen im Paar zeugt, was an der scharfen Grafikkurve zu erkennen ist. Die Dauer der Phase „Plateau“ zeigt, auf welchem Niveau sich die Fitness befindet, und da die Belastung bekannt ist, kann man die Leistungsfähigket errechnen. Um seinen FZ zu verbessern, muss man Fitness und Belastbarkeit trainieren, indem man die Intensität beim Laufen vorgibt, die der optimalen Leistungsfähigkeit des Organismus entspricht. Mit diesem Ziel wird seit dem Erreichen der Phase „Plateau“ die Herzschlagfrequenz gemessen, die man bei der Laufübung beibehalten muss.