M.M. Polevschikov
V.V. Roshentsov |
PSYCHOPHYSIOLOGISCHE METHODEN DER KONTROLLE DES FUNKTIONALEN
ZUSTANDES UND DER FITNESS EINES MENSCHEN |
| Mari-Staatliche Technische Universität, Joschkar-Ola,
Russland |
In der Physiologie des Mnschen hat der Begriff „funktionaler Zustand“
(FZ) eine zunehmende Bedeutung. Damit beschäftigen sich viele Wissenschaften:
Physiologie, Psychologie, Pädagogik, Soziologie, fast alle Bereiche der
Medizin. Bei den regulierenden Prozessen, die im Organismus des Menschen verlaufen,
gehört die führende Rolle dem zentralen Nervensystem (ZNS), deswegen
muss man bei der Einschätzung des FZ den Zustand des ZNS einschätzen
(nach N.B. Maslov u.a. 2003). Als psychophysiologische Parameter, die den Zustand
des ZNS charakterisieren, werden psychophysiologische Parameter des Zustandes
des Sehanalysators in Betracht gezogen, da die Effektivität seines Funktionierens
von der Funktionsleistung des ZNS abhängt (nach S.V. Kravkov, 1950). In
letzter Zeit werden neben der Verwendung von Paarimpulsen psychophysiologische
Methoden angeboten, die die Zeitparameter bestimmen lassen, die die Inertieleistung
der Sehkraft charakterisieren: die Zeit der Wiederherstellung (Patent 2195174
der Russischen Föderation), welche die Geschwindigkeit der Wi ederherstellungsprozesse
charakterisiert; die Zeit der Wahrnehmung der Sehinformation (Patent 2209030
der RF). Darunter ist die Zeit zu verstehen, die nötig ist, um die Information
an die Sehzentren weiterzuleiten und für ihre Wahrnehmung. Die Zeit der
Empfindung (Patent 2231293 der RF), welche die Geschwindigkeit der Reizprozesse
charakterisiert. Die Zeitparameter werden bei unterschiedlicher Dauerzeit der
Impulse bestimmt, durch die Messung der Grenzimpulsintervals (GII), wenn zwei
Impulse sich im Paar vereinen. Im Labor für funktionale Diagnostik am Lehrstuhl
für physische Kultur der Staatlichen Technischen Universität der Marirepublik
wurde eine Reihe von psychophysiologischen Methoden der Kontrolle des FZ und
der Fitness des Menschen entwickelt und erprobt. Die Zeit der Erreichung der
erforderlichen Leistung wird durch den Wert GII errechnet. Dafür wird im
Prozess der Veloergometrie mehrfach der Wert GII gemessen und eine Dynamikgrafik
erstellt, mit den Koordinaten „GII – Testzeit“; die Zeit der
Erreichung der erforderlichen Leistung errechnet man, wenn das GII die Phase
„Plateau“ erreicht. Wenn „Plateau“ erreicht ist, bedeutet
das, dass das ZNS im quasistationären Regime funktioniert. D.h.: der Organismus
(alle Organe und Systeme) hat seine optimale Leistung erreicht. Die Dauer dieses
Zustandes hängt von dem Ermüdungsgrad ab, wenn beim Funktionieren
von Organen und Systemen eine Dyskoordination festzustellen ist und der Wert
der Arbeit steigt (nach K.M. Smirnov, 1984). Der Zustand des ZNS, das die Prozesse
im Organismus regelt, verändert sich. Es ist angespannt, wovon die Verminderung
des GII zwischen zwei Impulsen im Paar zeugt, was an der scharfen Grafikkurve
zu erkennen ist. Die Dauer der Phase „Plateau“ zeigt, auf welchem
Niveau sich die Fitness befindet, und da die Belastung bekannt ist, kann
man die Leistungsfähigket errechnen. Um seinen FZ zu verbessern, muss man
Fitness und Belastbarkeit trainieren, indem man die Intensität beim Laufen
vorgibt, die der optimalen Leistungsfähigkeit des Organismus entspricht.
Mit diesem Ziel wird seit dem Erreichen der Phase „Plateau“ die
Herzschlagfrequenz gemessen, die man bei der Laufübung beibehalten muss.