EUROMEDICA 

Hanover

6-7  Juni 2008

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

Russian Academy of Natural Sciences, Moscow


B.N. Arutyunyan STRATEGIE DER PROPHYLAXE UND DER KAMPF GEGEN INFEKTUNABHÄNGIGE KRANKHEITEN
NII (wissenschaftliches Forschungsinstitut) für Kurortswissenschaft und physikalische Medizin, Eriwan, Republik Armenien

Die Strategie der Prophylaxe und des Kampfes gegen infektunabhängige Krankheiten (IUK), entwickelt von europäischem regionalem Büro WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist wesentlicher Bestandteil und weitere Entwicklung des erneuerten Rahmenprogramms „Gesundheit für alle“. Der Zweck der Strategie – Verringerung der Belastung durch die IUK, die Zunahme des Lebensniveaus und der Lebensqualität, das Erreichen des gleichberechtigten und dauerhaften Zugangs des zum gesunden Leben in Europa. Das Problem des Übergewichts erscheint entsprechend den Resultaten epidemiologischer Studien, als eins der wichtigsten Probleme im öffentlichen Gesundheitswesen im XXI. Jahrhundert für die europäische Region. Die Tendenz einer steilen Zunahme der Fettsucht in der Bevölkerung, die in den letzten 20 Jahren hervortritt, fängt an, die Maßstäbe einer großen Epidemie zu erreichen. Die zunehmenden Prozesse der Globalisierung, unzureichende Kontrolle über die Nahrungsmittelmärkte, die Zunahme des Verbrauchs der kalorienreichen Produkte mit den hohen Fett-, Zucker- und Salzanteilen, unzureichender Gebrauch von Obst und Gemüse, zusammen mit dem gesenkten Niveau der körperlichen Tätigkeit, sind besonders häufig unter der Bevölkerung mit niedrigem bzw. durchschnittlichen Niveau der sozialen Wohlfahrt zu beobachten. Diese Bedingungen verursachen Erhöhung des Prozentanteils der Personen mit überschüssigem Körpergewicht und der viszeralen Fettsucht. Dieser Personenkreis wird dadurch von Herzerkrankungen (ischämische [koronare] Herzkrankheit) und vom metabolischen Syndrom begleitet. Die Aktualität des Übergewichts und Senkung der körperlichen Tätigkeit wird durch die Resultate der Multicenterstudien bestätigt. Diese werden dabei als Risikofaktoren für die Entwicklung der ischämischen Herzkrankheit, des Insults, arterieller Hypertonie, des Diabetes mellitus II und ihre Kombinationen gesehen. Heute fängt das Übergewicht an, auch im öffentlichen Gesundheitswesen von Armenien eine wichtige Rolle zu spielen. Die aktuellen Ziele sind die Kreation eines vereinigten Systems, die Entwicklung von Technologien im Bereich des Erhaltung, der Wiederherstellung und der Realisierung des Gesundheitspotentials, die Realisierung des mediko-ökologischen Komplexes zum Schutz „der Gesundheit des gesunden Menschen“ und das Formen und die Einprägung der Normen der gesunden Lebensführung.

NII (wissenschaftliches Forschungsinstitut) für die Erholungswissenschaft und körperliche Medizin im Rahmen der Zusammenarbeit und der Integration mit europäischem regionalem Büro von WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist an folgenden Programmen beteiligt: „Europäische Strategie der Prophylaxe und des Kampfes gegen IUK“ und „Gesunde Ernährung und Nahrungsmittelsicherheit“ (DAFNE). Diese Tätigkeit wird zusammen mit der WHO-Vertretung in Armenien koordiniert. Die o.g. Tätigkeiten verweisen auf Beschleunigung der Integration in die internationalen Programme im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens. Gleichzeitig wird berücksichtigt, dass die Garantie der erfolgreichen Realisation des Programms „Kampf gegen Übergewicht“ und die Garantie der wirkungsvolleren Zusammenarbeit in der Anpassung von Programmen an die lokalen Bedingungen liegt. Unter anderem sollen aktuelle Aufgaben auf der Grundlage der konkreten geografischen, ethnischen, kulturell-historischen, ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen vor Ort berücksichtigt werden.

Aktuelle Zielsetzung für Armenien im globalen Kampf gegen IUK ist die Realisierung des nationalen Programms für Nahrungsmittelsicherheit der Republik. Dabei setzt das Land auf die Bedarfssättigung des Binnenmarktes durch ökologisch saubere und den internationalen Standards entsprechende Nahrungsmitteln aus lokaler Produktion, auf rationale Anwendung der natürlichen medizinischen und gesundheitlichen Ressourcen und auf effektive Kontrolle der Qualität und des Entsprechens den internationalen Standards bezüglich der in die Republik importierten Nahrungsmitteln, wie z.B. Getränke, Nahrungsmittelzusätze, usw.