EUROMEDICA 

Hanover

6-7  Juni 2008

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

Russian Academy of Natural Sciences, Moscow

L.M. Kuzyakowa
O.A. Butova
O.A. Umnova
DIE FORSCHUNG DER HAUT ERFASST DIE PHASEN DES ÖSTRUSZYKLUSES UND DER MORPHOLOGISCHEN TYPOLOGIE
Staatliche Universität Stavropol, Forschungs-Produktionsvereinigung „Alpika“, Stavropol, Russland

In der modernen Medizinwissenschaft wird die Konzeption entwickelt, laut der sich die Wirkung der Geschlechtshormonen in diesem oder jenem Maß auf den funktionalen Zustand aller Organe und Systeme auslässt. Die Schwankungen der Geschlechtshormonen, die von den abwechselnden physiologischen Faktoren abhängen, bedingen die physiologisch-biochemischen Abläufe in der Haut.

Das Ziel der Studie ist die Einschätzung des funktionalen Zustands der Haut und ihrer Derivate abhängig von den Phasen des Östruszykluses und der persönlich-typologischen Besonderheiten von dem jungen Organismus.

An der Untersuchung haben 43 Mädchen teilgenommen, die ein 28-tägiges Östruszyklus haben und in der 5 Periode der Pubertät laut der Skala von J. Tanner sind. Die Formel dieser Periode lässt sich mit den Punkten AxPMaMe2 charakterisieren. Zwei Gruppen wurden gebildet: 21 Mädchen waren in der Follikele nentwicklungsphase des Zyklus, 22 Mädchen waren in der Luteralphase. Die Untersuchung war mit Hilfe des Satzes der Messgeräte der Firma Gnepel Switzerland, des Gerätes „Rider-550“ und der Digitalkamera Bomtech durchgeführt.

Die Ergebnisse. Auf Grund des vorherrschenden „mittleren“ Brustraumssomatyps, der für die Jünglingsperiode der Entwichlung charakteristisch ist, ist die Zunahme der Zahl der Mädchen des Digestivmotphotyps bestätigt, der die Verlangsamung der somatypologischen Entwicklung kennzeichnet. Bei 25% der Mädchen des Typs, die in der Luteralphase mit der größten Niveau des Progesterons 33, 72 nmol/l und dem Follikelstimulatio nshormon 22,02 MMe/ml sind, ist die grobe Haut und die größte Zahl des Akne. Die grobe Haut lässt sich mit der Verminderung der funktionalen Aktivität der Fett- und Schweißdrüsen und das Vorhandensein des Finnenausschages kennzeichnen. Aus 19,5% der Mädchen des asthenischen Typs, der die Beschleunigung des Tempos der somatischen Entwicklung zeigt, bei 9,5% der Mädchen, die in der Follikelenentwicklungsphase sind, ist die Vergrößerung der Feuchtigkeit der Wangen, der Stirn und des Kinns entdeckt. Auf Grund des hohen Niveaus des Estradiols (2,22 nmol/l) in der Periode des Wachstums und der Reife der Follikel sind die kleinen Blutgefäße in der Haut geengt, die Erteilung des Blutes verringert sich und dementsprechend nimmt die Wärmeabgabe ab.

Mit Rucksicht auf das Hormonbild der Follikelenentwicklungsphase, die sich mit dem höchsten Wert des Follikelstimulationshormons 13,69% und mit dem niedrigsten Wert des Progesterons 1,1 nmol/l charakterisiert, ist es zu behaupten, dass im Grund der vergrößerten Feuchtigkeit der Haut der Anpassungsmechanismus der „Wärmträgheit“ liegt. Die erhaltenen Ergebnisse deuten auf die Besonderheiten der Hautwärmeregelung der asthenischen Mädchen, die in der Follikelenentwicklungsphase des Östruszyklus sind. Die Verminderung der Wärmeabgabe passiert wegen der Verminderung der Körpertemperatur infolge der Einengung der Blutgefäße in der Haut, der Vergrößerung des Kreislauftons und der Schweißausbrüche mit dem Ziel, die stabile Temperatur des „Kernes“ des Körpers festzuhalten.

Die Schlussfolgerung. Festgestellt ist die unmittelbare Verbindung des Hormonenzustandes der Mädchen, die gegenseitige Positionen laut dem Tempo der somatypologischen Entwicklung nehmen, mit der Bildung der Problemhaut. Die höchste Feuchtigkeit der Haut bei den Mädchen des asthenischen Typs, die in der Follikelenentwicklungsphase sind, ist vom niedrigsten Niveau des Progesterons und dem höchsten Wert des Estradiols bedingt, der die anabolische Wirkung der Androgen vermindert. Die große Feuchtigkeit der Haut in der Follikelenentwicklungsphase des Östruszyklus ist durch den Anpassungsmechanismus der Aufbewahrung des Wärmegleichgewichtes des Organismus zu erklären.

Der hohe Keratinanteil in der Haut und der höchste Wert des Finnenausslages bei Mädchen des Digestivsomatyps in der Luteralphase ist durch das hohe Niveau des Progesterones und die Ungleichgewicht der Spurenelemente zu erklären.