EUROMEDICA 

Hanover

6-7  Juni 2008

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

Russian Academy of Natural Sciences, Moscow

V.V. Koryakov ZUR DIAGNOSTIK DES HYPERVENTILATIONSSYNDROMS
Therapeutische und Diagnostische Klinik „Tokarsis-M“, Wladikawkas, Russland

Das Hyperventilationssyndrom (HVS) oder Da-Costa-Syndrom kommt häufig in der therapeutischen Praxis vor.

Seine klinischen Symptome sind Veränderungen der Atemfrequenz, Atemnot-Beschwerden im Ruhezustand, das Gefühl von «Luftmangel», „Klumpen in der Kehle”, Unzufriedenheit bezüglich Qualität der Atmung.

In unserer Praxis verwenden wir folgende Methoden: Impedanz-Plethysmographie nach M.I. Tishchenko und die Analyse des vegetativen Nervensystems nach Baevsky.

Als instrumentaler Marker des HVS betrachten wir den Reserve-Koeffizient (RK), der als individuelles HMV durch das Verhältnis des aktuell vorliegenden Herzminutenvolumens (HMV) zur Normalen beschrieben wird. Die Norm ist 1.0, die Atemnot der mittleren Schwere-1.15-1.3, starke Atemnot – 1.3-1.5, sehr starke Atemnot - mehr als 1.5.

Von uns wurden 33 Patienten mit HVS beobachtet, die im Alter von 16 bis 82 Jahren sind, das Gewicht von 42 bis 105 kg und die Größe 166-188 cm haben. In all diesen Fällen entwickelte sich HVS auf Grund von phobischen und obsessiven Störungen. Die vorherrschende Emotion dieses Zustandes war die Besorgnis bei der Erwartung der künftigen positiven Veränderungen: (z. B.: Erwartung auf die Ankunft der erwünschten Menschen). Bei den Patientinnen wurden die Erkrankungen des Atmungssystems nicht diagnostiziert.

Die Patienten haben Anaprilin 60-30 mg\pro Tag oder Atenolol 50 mg\pro Tag, Tocopherol 300 mg\pro Tag, Amitriptylin 5 - 12,5 mg vor dem Nachtschlaf, Sonopacs 20 – 50 mg\pro Tag eingenommen und eine intravenöse Lasertherapie (Laser 632.8 nm mit Ausgangskapazität am Ende des Lichtwellenleiters 0,2-0,5 MW und der Dauer 15-30 min.) als Hintergrundtherapie bekommen haben. Die Patienten wurden ambulant behandelt. Arbeits- und Haushaltstätigkeiten für die Patienten wurden nicht ausgeschlossen.

Die Verbesserung sowohl des subjektiven als auch objektiven Zustandes kam nach dem ersten Behandlungstag. Zum neunten Tag intensivierten die Patienten ihre Tätigkeit, machten die Versuche ihre psychische Konfliktsituation, die sie zu diesem Zustand gebracht hat, zu lösen. All dies wurde auch in den Forschungen widergespiegelt.

Veränderungen der Kennziffern der zentralen Hämodynamik im Laufe der Behandlung

KAV

RK

KHV

KTS

HMV

HI

AT

KAS

2,27

2,12

90,44

15,32

12,85

6,31

24,34

59,58

Ausgangszustand

1,43

1,1

70,9

2,63

6,04

3,22

22,21

31,86

3 Tag

1,82

1,26

104,78

1,32

6,96

3,65

19,29

25,89

9 Tag

1,54

1,14

70,79

1,32

6,48

3,24

22,45

35,14

3 Woche

1,13-1,30

0,9-1,1

80-120

1,03-1,13

2,4-3,8

<20

<26,5

Norm

0,35

0,18

13,51

7

1,63

0,62

2,41

16,04

р

0,07

0,13

13,47

1,5

0,72

0,38

1,95

3,19

р

0,62

0,2

32,08

0,09

0,84

0,54

3,23

3,69

р

0,23

0,17

19,16

0,04

0,95

0,56

3,29

8,73

р

Die Abkürzungen: KAV - Koeffizient der Atmungsveränderungen, RK - Reserve-Koeffizient, HMV – Herzminutenvolumens, KHV - Kennziffer der hämodynamischen Versorgung, KTS - Kennziffer der Tonusstabilität, HI – Herzindex, AT – Atmungsfrequenz, KAS - Kennziffer der Atmungsspannung Schlussfolgerungen:

  1. Die Anwendung der tetrapolaren Impedanz-Rheoplethysmographie nach M.I. Tishchenko optimiert die Ergebnisse der Diagnostik und lässt zu, den Behandlungsverlauf des Hyperventilationssyndroms zu kontrollieren.
  2. Die Anwendung bei der HVS-Behandlung der medikamentösen und nicht medikamentösen (Lichttherapie) Methoden lässt zu, die Effekte der beiden Methoden zu kombinieren und eine Senkung der Medikamentendosen und Physio-Gemmotherapie zu erzielen.
  3. Beseitigung oder Linderung eines der Symptome sind einer der Wege der Krankheitsbehandlung.