EUROMEDICAHanover3-4 Juni 2010 |
Advanced methods of diagnosis,
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| G.V. Tyminskiy | BEDEUTUNG DER HAFERKLEIE IM RAHMEN DER VOLLWERTERNÄHRUNG |
| EWG, Hannover, Deutschland |
Vollwertige Ernährung kann das Risiko für ernährungsmitbedingte Krankheiten deutlich senken. Bei der Verringerung der Sterblichkeit an ernährungsmitbedingten Erkrankungen kommt der Prävention durch eine vollwertige Ernährung und dem Weg zu einer gesundheitsorientierten Lebensweise eine große Bedeutung zu. Mehr Gemüse, Obst und Vollkornprodukte, fettarme Varianten von Milch- und Milchprodukten, weniger Fleisch und Fleischwaren und die Integration von regelmäßigem Sport und Bewegung in den Tagesablauf sind richtige Ansätze.
Für Personen mit geringem Verzehr von Gemüse, Obst und Vollkornprodukte verdoppelt sich das Erkrankungsrisiko für viele Krebserkrankungen. Der Anteil der Krebserkrankungen, die auf die Ernährung zurückzuführen sind, wird mit etwa 35 % angegeben.
Kleie ist ein Sammelbegriff für die bei der Getreideverarbeitung nach Absieben des Mehles zurückbleibenden Rückstände aus Schalen (Samenschale, Fruchtschale), der Aleuronschicht und Keimling. Kleie ist ein Mühlennachprodukt und nicht zu verwechseln mit den Spelzen.
Kleie ist der Schalenrückstand aus der Getreideverarbeitung und wird beim Mahlen der Haferkörner zum Auszugsmehl vom Mehl abgetrennt. Die Kleie besteht aus dem Keimling und den Randschichten des Haferkorns (Fruchthaut, Samenschale und Aleuronschicht = Silberhäutchen oder Wabenschicht, sie umschließt den Mehlkern des Getreidekorns und den Keim) und daher zu fast 50 Prozent aus unverdaulichen Fasern (Ballaststoffe). Sie besteht hauptsächlich aus den Nichtstärke-Kohlenhydraten Cellulose, Hemicellulose und Lignin. Diese Randschichten des Korns sind reich an Vitaminen, Eiweißen (Proteinen) und Mineralstoffen.
Die unverdaulichen Pflanzenfasern der Kleie quellen im Darm auf. Dadurch wird der Stuhl lockerer und die Passagezeit verkürzt. Außerdem vermag die Rohfaser Gallensäuren und Cholesterin sowie auch giftige Elemente im Darm zu binden. Durch die Einnahme von etwa 35g Ballaststoffen am Tag kann die Verdauung günstig beeinflusst werden und die voluminöse Kost gibt bereits vom Magen her ein längeres Sättigungsgefühl, der gesamte Magen-Darm-Trakt wird zu vermehrter Arbeit angeregt. Durch die Fähigkeit, organische Stoffe an sich zu binden, werden auch krebserregende Stoffe aus dem Darm entfernt und das Krebsrisiko gesenkt.
Die quellfähigen und schleimbildenden Bestandteile der Kleie (ß-D-Glucan, Arabinoxylane) sorgen dafür, dass der Blutzuckeranstieg nach Stärkeaufnahme verzögert wird, was bei Diabetes Typ 2 erwünscht ist. Neben Vitaminen und Mineralstoffen sind in den Randschichten des Getreides auch unerwünschte Inhaltsstoffe wie Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde (etwa Phytin) und Verunreinigungen (etwa Pestizide, Schwermetalle und Schimmelpilzgifte) konzentriert. Phytin bindet im Darm Mineralstoffe und Vitamine und verhindert dadurch die Verwertung dieser Stoffe für die Ernährung.
Regelmäßiger Verzehr von Haferkleie kann den Cholesterinspiegel des Körpers nur geringfügig senken, wie eine amerikanische Meta-Analyse auf der Basis von 162 klinischen Einzelstudien herausfand.
Ein Zuviel an Kleie kann die Aufnahme und Verarbeitung von bestimmten Mineralien wie Kalzium und Zink durch den Körper behindern.
Um den Gesundheitsnutzen der Haferkleie auszuschöpfen, muss gleichzeitig mit der Kleie dem Körper viel Flüssigkeit zugeführt werden. Nur so kann die positive Wirkung auf den Darm erreicht werden. Kleie ohne Flüssigkeit gegessen, kann zu schweren Darmstörungen führen! Völlegefühl, Blähungen und Verstopfung kann man vermeiden, wenn man die Mengen an Kleie langsam erhöht und dazu viel Flüssigkeit zu sich nimmt.
| VENA CAVA INFERIOR DYNAMICS IN PORTAL HYPERTENSIA | List of abstracts | DER STATUS DER MIKROELEMENTE IN DER ONTOGENESE UNTER HYPODYNAMIE UND DIÄTKORREKTUR |