EUROMEDICA 

Hanover

3-4  Juni 2010

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover

Berliner Medizinischen Gesellschaft, Berlin

M.K. Allakhwerdiev
V.B. Shadlinski
STRUKTURFUNKTIONSCHARAKTERISTIK DES DRÜSEN-APPARATS DER GALLENBLASE UND ABLEITENDEN GALLENWEGE DES MENSCHEN
Institut der Menschenanatomie der Aserbajdschanischen medizinischen Universität, Baku, Aserbajdschan

Der Zweck des Werks ist eine komplexe Forschung der Gesetzmässigkeiten der Strukturorganisation des Gallenblasendrüsenapparats und Drüsenapparats der extrahepatischen ableitenden Gallenwege des Menschen in postnataler Ontogenese. Das Untersuchungsobjekt ist der Gallenblasendrüsenapparat und Drüsenapparat der extrahepatischen ableitenden Gallenwege von 243 Leichen der Menschen von verschiedenen Älter und Geschlechtern gewesen. Davon wurden mikro- und makroskopisch totale Präparate von 171 Leichen (87 Männer und 84 Frauen) untersucht, histologisch und histochemisch - 72 Leichen (36 Männer und 36 Frauen). Unsere Forschung hat gezeigt, dass die drinnen in den Falten liegenden Drüsen grösser sind als diejenigen, die sich zwischen den Falten befinden. Morphologische Besonderheiten der Drüsen von extrahepatischen ableitenden Gallenwegen ändern sich während des Lebens. Zum Beispiel, Gesamtmenge von Drüsen in Gallenblasenwänden in postnataler Ontogenese variiert sich von 72 bis 170, in Blasengangwänden - von 30 bis 95, in Wänden des gemeinsamen Lebergangs - von 20 bis 56. Gesamtmenge der Drüsen in dem gemeinsamen Gallengangs ändert sich während des Lebens von 50 bis 132. Nach von uns erhaltenen Angaben, variiert sich Gesamtmenge von Gallenblasendrüsen und Drüsen der extrahepatischen ableitenden Gallenwege von 170 bis 450. Ähnlich ist regionäre Dynamik der Abmessungswerte von Drüsenanfangsstück, das alterabhängig von 0,08 bis 0,22 mm lang und von 0,05 bis 0,21 mm breit sein kann. Bei Blasengang variiert sich der Längewert von 0,05 bis 0,19mm und der Breitewert von 0,02 bis 0,15mm; bei dem gemeinsamen Lebergang – von 0,05 bis 0,19mm und von 0,02 bis 0,16mm dementsprechend. Länge des Anfangsstücks der Drüsen von gemeinsamem Gallengang macht 0,06-0,17mm. Unsere Angaben sind indirekt bestätigt von den Meinungen der gewissen Kliniker, die auf die wesentliche Entwicklung von Drüsenstrukturen sowohl in den Gallenblasenwänden als auch bei dem gemeinsamen Gallengang weisen. Anscheinend hat die von uns bewiesene Gradientenverteilung von Drüsen einen funktionellen Grund.

Es ist allgemein bekannt, dass die Gallenblase die Galle konzentrieren lässt und dabei nimmt durch die Schleimhaut an Wasserrückresorption teil. Man weiss, dass der Prozess nicht nur durch Deckepithel sondern auch durch Drüsenepithel vor sich geht. Deshalb kann anscheinend optimale Entwicklung von Gallenblasenwanddrüsen morphologisch dieses funktionelle Bedürfnis befriedigen, dass heisst Rückresorption gewährleisten.

Wir haben auch gezeigt, dass Überkonzentration von Drüsen (10 - 25 zusammen liegende Drüsen) Schliessmuskelzonen der ableitenden Gallenwege kennzeichnet. Drüsenverteilung in Geisters Schliessmuskelzone ist 1,10-3,33 mal dichter als in den nebenliegenden Schleimhautstücken der extrahepatischen ableitenden Gallenwegen, in Mirizzis Schliessmuskelzone – 1,2-3,5 mal dichter, in Oddis Schliessmuskelzone – 1,20-2,7 mal dichter.

Somit sind zum erstenmal als Ergebnis der Forschung neue Angaben von Morphogenese der Gallenblasendrüsen und extrahepatischen ableitenden Gallenwege festgestellt worden. Das ist von der wesentlichen theoretischen und praktischen Bedeutung.