EUROMEDICAHanover3-4 Juni 2010 |
Advanced methods of diagnosis,
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European Academy of Natural Sciences, HanoverEuropean Scientific Society, HanoverBerliner Medizinischen Gesellschaft, Berlin |
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| T.A. Gorbunova | ZWEI MEDIZIN ODER ZWEI SICHTWEISEN |
| Private Praxis, Tallin, Estland |
Bis zum Anfang des 19 Jahrhunderts war Fitotherapie eine der wichtigsten Behandlungsmethoden. Aber mit der Entwicklung der Chemie und Pharmakologie ist sie zurückgetreten. Da man angeblich die Krankheiten mit den „wirksamen“, puren Mitteln besiegen könnte. Doch diese chemische Attacke auf die Krankheiten hat eine Reihe der Nebenwirkungskrankheiten mit sich gezogen. Diese Niederlage wurde klar in der Mitte des 20 Jahrhundert, wenn die Pharmakologie eine ernste Wissenschaft geworden ist und die pharmazeutische Industrie begonnen hat tonnenweise Präparate gegen alle Krankheiten herzustellen. Aber bevor man die Krankheiten mit der ganzen chemischen Ausrüstung attackiert, muss man sich im klaren werden, dass die Krankheiten nicht nur eine Symbiose der Symptomen und Syndromen ist, sondern eine Störung der komplizierten biochemischen Prozesse.
Das zur Zeit existierende systematische Modell des Organismus orientiert den Arzt auf ein Symptom bei der Diagnosestellung. Aber ein Symptom ist immer eine Folge und nicht ein Grund der Krankheit.
Mit anderen Worten, wir wissen nicht, was „Krankheit“ an sich ist und darum können wir sie nicht sicher behandeln. Diesen Begriff können wir auch nicht formulieren ohne das adäquate Modell des Organismus. Aber um so ein Modell aufzubauen haben wir genug Stoff da.
Unser Organismus in seiner Evolution hat Schutzmechanismen entwickelt, die uns nicht sterben lassen und eine koordinierte Zusammenarbeit aller Geweben und Organen unterstützt. Wenn unserOrganismus diese Systemen anschaltet bezeichnen wir das als Krankheit. Öfters stirbt ein Kranker nicht an der Krankheit selbst, sondern weil seine Schutzmechanismen diese gestörte Homeostase nicht kompensieren könnten.
Fast immer haben den Arzt bei seiner Arbeit solche Aspekte interessiert.
Bei akuten Zuständen, wenn eine eilige Korrektur gebraucht wird, muss man die Mittel der adaptothropen Therapie benutzen. Bei chronischen Prozessen ist die adaptothrope Therapie nutzlos und kann sogar selbst zum Grund einer Krankheit werden. Die Frequenz und die Härte der Medikamenten-Nebenwirkungen haben von Jahr zu Jahr zugenommen. Das führte zur Notwendigkeit der anderen Ansichtsweisen in der Therapie.
Die Rehabilitierung und Erprobung der alten Erfahrung der Volksmedizin hat begonnen. Genau solche Zusammenarbeit wird die Medizin der Zukunft bestimmen.