EUROMEDICA 

Hanover

23-24  Mai 2011

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover


A.M. Schilov
M.S. Dulaeva
BESONDERHEITEN DER BEHANDLUNG VON ARTERIELLER HYPERTONIE BEI VERFETTUNG
1. Moskauer I.M. Setschenov Staatliche Medizinische Universität, Russland, Moskau

Wir haben 96 Patienten mit arterieller Hypertonie (AH) von I. – II. Grad im Alter von 20 bis 40 Jahre (Durchschnittsalter betrug 32,4 + 3,5 Jahre) ausgewählt. Bei 76 Patienten (79,2%) war BMI ≥ 25 kg\m2 und betrug durchschnittlich in der Gruppe 31,2 ± 1,3 kg\m2. Nach demographischen und anthropometrischen Ausgangsdaten gab es keine Unterschiede zwischen Untergruppen von Männern (54,2%) und Frauen (45,8%) mit arterieller Hypertonie.

Vor und nach Behandlung (4 Monate) wurde bei allen Patienten Tagesmonitoring des arteriellen Blutdrucks, Untersuchung von Kohlenhydrat- und Lipiden-Blutprofil durchgeführt, Thrombozytenaggregationsaktivität (ThAA) und elektrophoretische Erythrozytenbeweglichkeit (EPhEB), sowie Mg-Gehalt in Haaren eingeschätzt. Selektiver β1-Blocker – Bisogamma wurde als Monotherapie nach dem zunehmenden Schema von 2,5 bis 10,0 mg bei 59 Patienten eingesetzt, bei 37 Patienten mit arterieller Hypertonie und „Magnesium-Defizit“ (Mg-Gehalt in Haaren < 17,0 µg/kg) wurde Magnerot 3g/Tag zusätzlich zur drucksenkenden Therapie (durchschnittliche Bisogamma-Tagesdosis – 6,1 + 0,6 mg) eingesetzt (siehe Tabelle).

Kennwerte

Vor Behandlung

Nach Behandlung

Systolischer Blutdruck (mmHg)

154,8 ± 5,2**

136,7 ± 4,8**

Diastolischer Blutdruck (mmHg)

96,8 ± 3,8**

84,1 ± 2,9**

Body Mass Index (kg\m2)

31,2 ± 1,3

30,9 ± 0,9

Nüchternglukose (mmol\l)

6,3 ± 0,42*

5,46 ±0,21*

≤5,5 (29 Patienten)

5,29 ± 0,15

5,1 ± 0,19

>5,5 (67 Patienten)

6,7 ± 0,18**

5,6 ± 0,17**

IA

3,2 ± 0,29*

2,85 ± 0,28*

≤2,5 (23 Patienten)

2,2 ± 0,15

2,3 ± 0,16

>2,5 (73 Patienten)

3,5 ± 0,16**

3,01 ± 0,12**

Mg in Haaren (µg/kg)

16,2 ± 1,5

17,4 ± 1,4

≥ 17,0 (59 Patienten)

18,1 ± 0,9

17,9 ± 0,5

< 17,0 (37 Patienten)

13,2 ± 1,4*

16,7 ± 1,1*

ThAA (%)

67,4 ± 4,9***

47,2 ± 4,3***

EPhEB (µg \cm\sek -1 \B-1)

0,862 ± 0,012**

1,095 ± 0,017**

*p<0,05 **p<0,01 ***p<0,001

Wie es aus Tabelle ersichtlich ist, erfolgte die Senkung des systolischen Blutdrucks im Vergleich zum Ausgangsniveau um 11,7% zum Ende der Untersuchung, diastolischer Blutdruck senkte um 13,1%, d.h., die gezielten Blutdruckniveaus wurden durchschnittlich in der Gruppe nach 4 Monaten der Behandlung erreicht. In Untergruppe mit «Magnesium-Defizit» (Mg-Gehalt in Haaren - 13,2 ± 1,4 µg/kg) hat die Behandlung von arterieller Hypertonie mit Bisogamma in Kombination mit Magnerot praktisch in 90% der untersuchten Fälle zur Senkung des diastolischen Blutdrucks durchschnittlich um 15,6 ± 6,5 mmHg (d.h., um 16,3%, p<0,01) geführt. Senkung von IA um 11% (p<0,05) erfolgte infolge summarischer Änderung des Lipidblutspektrums zugunsten der antiatherogenen Blutzusammensetzung: HDL Cholesterol erhöhte sich um 15,6%, die Senkung von TG-Konzentrationen und LDL Cholesterol erfolgte, entsprechend, um 23,8% und um 6,0%. Im Laufe der 4-Monaten-Beobachtungsperiode wurden keine Änderungen des Blutkohlenhydratniveaus in der Richtung seiner pathologischen Erhöhung bezeichnet. Nach durchgeführten Behandlung erfolgte die Senkung von Th rombozytenaggregationsaktivität (ThAA) um 30,0% im Vergleich mit Ausgangswerten; elektrophoretische Erythrozytenbeweglichkeit (EPhEB) erhöhte sich um 27%. ThAA-Senkung und Erhöhung von EPhEB zum Ende der Untersuchung insgesamt für die ganze Gruppe von AH-Kranken bei Behandlung mit Bisogamma und Magnerot ist, möglicherweise, durch Normalisierung des Lipidblutspektrums zugunsten der Antiatherogenität und Blockade von Adrenorezeptoren der Blutzellen vermittelt. Somit, machen metabolische Neutralität (keine “atherogenen und diabetogenen” Effekte), authentische Hypotensions- und Desaggregationsaktivität Bisogamma zum bevorzugten β-Blocker gegenüber anderen Präparaten dieser Gruppe im Programm der Behandlung von Patienten mit arterieller Hypertonie und Body-Mass Index > 25 kg/m2 sowie mit Störungen von Lipid- und Glykämie-Blutprofilen.

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