EUROMEDICA 

Hanover

23-24  Mai 2011

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover


A.P. Chuprikov
V.D. Mishiev
V.Y. Nayshtetik
CEREBROCURIN-R IN DER KINDERPSYCHIATRIE
Nationale medizinische Akademie für Fortbidlung, Kiew, Ukraine; E-mail: achuprikov@mail.ru

In der Kinderpsychiatrie ist heutzutage aufgrund der Erfolge in den neurologischen bildgebenden Diagnoseverfahren, das Vorhandensein von Anzeichen einer suborganischen, infolge einer im Mutterleib überstandener hypoxischen Enzephalopathie entstandener Verletzung im Gehirn der Patienten unbestreitbar.

In den letzten zehn Jahren gehört in der Ukraine der Neuropeptide Cerebrocurin zu einem Bestandteil der komplexen Behandlung von Kinderautismus, psychischen und sprachlichen Entwicklungsverzögerungen, psychoorganischen Syndrom und geistiger Behinderung.

Das Medikament besteht aus einem Komplex von freien Aminosäuren, Peptiden und niedermolekularen Substanzen, der infolge einer kontrollierten Proteolyse von Eiweißen aus dem Gehirn der Rinderembryonen gewonnen wird. Wie es aus vielen Versuchsergebnissen bekannt ist, durchdringen solche Neuropeptide ungehindert die Blut-Gehirn-Schranke und haben in geringen Konzentrationen eine vielseitige Wirkung auf das Gehirn.

Insbesondere werden sie zu den Auslösern vom apoptotischen Schutz, der Einschaltung von genetischen Apoptoseprogramm und der Verstärkung von neurotrophen Versorgung, indem sie ein ganzes Kontrollsystem für die Expression der zellulären Botenstoffe, der Zytokine und den anderen Signalmolekülen benutzen.

Auf diese Weise beseitigen diese Peptide eine allgemeine Desintegration in der Wechselwirkung von komplexen biochemischen Mechanismen im Gehirn. Cerebrocurin wurde von einer ukrainischen Pharmafirma „NIR“ in Kiew erfunden.

Wir benutzten Cerebrocurin für eine komplexe Behandlung von 100 Kinder mit den oben genannten Diagnosen im Alter von einem Jahr bis acht Jahren. Drei-viertel davon sind die Jungen.

Es wurde der Tropismus von Cerebrocurin zu den Gehirnstrukturen, die für die Wahrnehmung und Wiedergabe von Sprache verantwortlich sind, festgestellt. Diese Wirkung manifestiert sich seinerseits in der Entstehung und Verbesserung der Sprachverständlichkeit von Kindern, in der Erhöhung des Wortschatzes, in der Deutlichkeit der Aussprache, in dem Verständnis der gewandten Rede, im Auftreten von einer Ausdruckssprache. Die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis, sowie die soziale Anpassung der Patienten besserten sich ebenfalls.

Viele Kinder bekamen eine wiederholte Cerebrocurinbehandlung (mit der Häufigkeit von einem Kurs in sechs Monaten) vorgeschrieben. Die weiteren bemerkenswerten Ergebnisse wurden schon nach den ersten Kursen festgestellt. Später, bei der Zugabe von Immunmodulatorinjektionen – Inflamafertin (Extrakt aus dem Kuhmutterkuchen), der ebenfalls von der Forma „NIR“ entwickelt wurde, beobachtete man eine Erhöhung ihrer Effektivität.

Die potenzierende Wirkung von dem Immunmodulator könnte durch die Normalisierung von Immunhomöostase und der Abschwächung der gegengehirnlichen Immunität, die für solche Kinder charakteristisch ist, erklärt werden.

Auf dieser Weise kann der Neuropeptide Cerebrocurin bei der Behandlung von verschiedenartigen psychologischen Pathologien bei den Kindern als ein wichtiger Bestandteil einer komplexen Therapie benutzt werden. Die Epilepsie und die epileptiformen Zustände gehören aber zur Gegenanzeige für dessen Verwendung.