EUROMEDICA 

Hanover

23-24  Mai 2011

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover


G.A. Yatsyk
L.N.  Gotman
G.A. Klyasova
A.L. Yudin
FRÜHE RADIOLOGISCHE ANZEICHEN FÜR INVASIVE LUNGENASPERGILLOSE BEI DEN PATIENTEN MIT HÄMOBLASTOSE UND DEPRESSION DER BLUTBILDUNG
FSBI Hämatologie Forschungszentrum des Ministeriums für Gesundheit und soziale Entwicklung der Russischen Föderation, Moskau, Russland

Heutzutage gehört der „Halo“-Symptom, gemäß der Fachliteratur, zum frühesten radiologischen Anzeichen für invasiven Lungenaspergillose (ILA). Im radiologischen Bild wird er als ein dichter Herd, das von einer Veränderungszone nach der „Mattscheibe“-Art an der Peripherie umgeben ist, angezeigt.

Eine Gegenpilztherapie dauert eine sehr lange Zeit und hängt mit einer Komplikationsrisiko und den hohen Kosten zusammen. Aus diesem Grund gehört die Suche nach den viel früheren Anzeichen für ILA zur aktuellen Aufgabe.

Wir überwachten die Lungenveränderungen bei einer Antimykotikatherapie bei 39 Patienten mit der invasiven Lungenaspergillose, und führten eine prospektiven Studie des Lungenparenchymzustandes bei einer Programmbehandlung bei 72 Erkrankten mit Hämoblastose und Depression der Blutbildung durch.

Ziel: Die frühen radiologischen Anzeichen von ILA zu identifizieren und zu untersuchen.

Materialien und Methoden:

Die Untersuchung wurde mit dem „LightSpid+“-Gerät der Firma GE als eine Multi-Layer-Computertomographie (MSCT) und als eine Hochauflösende Computertomographie (HRCT) durchgeführt.

Insgesamt wurden 111 Patienten mit Hämoblastose und Depression der Blutbildung beobachtet. Bei 39 Erkrankten wurde eine ILA diagnostiziert und bei 72 Erkrankten fand eine Überwachung des Lungenparenchymzustandes bei einer Programmbehandlung statt.

Bei den ILA-Erkrankten überwiegten die Patienten mit akuter Leukämie (61%). In der zweiten Gruppe war es ebenfalls der Fall - (76%).

Wir erhielten folgende Ergebnisse:

Bei ILA überwiegte die Schädigung von einer Lunge bei 28 (72%) von 39 Patienten. Die meisten Lungenveränderungen lokalisierten sich in dem unterem Lungenlappen (34%) und etwas seltener in dem oberen (28%).

Bei der ILA-Diagnostik überwiegte die Verdichtungsherde des Lungenparenchyms bei 67% der Patienten. Die späteren Erscheinungsformen von ILA als Herde und Infiltrate wurden bei 33% der Patienten gefunden. Bei 5% wurde der „Sichel“-Symptom in den dreieckigen Infiltraten nachgewiesen.

Es wurde festgestellt, dass im Verlauf einer wirksamen antimykotischen Therapie die wenigste Zeit - 24 bis 30 Tagen (Median 28 Tage) eine Resorption von Herden, die kleiner 10 mm im Durchmesser sind, braucht und die größte Zeit - 68 bis 92 Tagen (Median 74 Tage) die von den dreieckigen Infiltraten. Bei 70% der Patienten wurden die restlichen Veränderungen bestimmt. Die ILA-Rezidiven wurden bei 11% der Patienten diagnostiziert, bei allen Patienten stellte man die Rezidive im Bereich der restlichen Veränderungen fest.

MSCT-Überwachung des Lungenparenchymzustandes bei einer Programmbehandlung von Hämoblastosen wurde bei 72 Patienten durchgeführt. Einen lobulären und segmentalen Bronchiolitis hatten 16 Patienten. Diese Gruppe bestand aus 15 Erkrankten mit einer akuten Leukämie und einer Patientin mit der aplastischen Anämie. Bei 7 von 16 Personen (44%) entwickelte sich später eine invasiven Lungenaspergillose: im Bronchiolitisbereich wurde ein charakteristisches Herg mit dem „Halo“-Symptom entdeckt. Begleitend zum Auftreten von Lungenveränderungen wurde ein positives Antigen Aspergillus (Galactomannan) im Blutserum bestimmt.

Fazit:

Der segmentäre Bronchiolitis ist nach unseren Untersuchungsergebnissen das frühe radiologische Anzeichen für invasive Lungenaspergillose. Die Entwicklung einer invasiver Lungenaspergillose wurde bei 86% der Patienten nachgewiesen. Das segmentäre Bronchiolitis wurde bei 10 von 72 Hämoblastosekranken (10%), im Durchschnitt auf dem achten Tag (5-12 Tage) der Neutropenie bei wöchentlicher MSCT-Überwachung festgestellt.

Bei erfolgreicher antimykotischen Therapie von invasiver Lungenaspergillose nimmt die Resorption der Lungenveränderungen einen längeren Zeitraum ein, deren Dauer vom Umfang der Lungengewebeschädigung abhängt. Die restlichen Lungenveränderungen wurden zuverlässig öfters bei den Patienten identifiziert, die ursprünglich einen diagnostisch größeren Umfang der Lungengewebeschädigung (100% gegen 67%) hatten.

Die Rezidive von invasiver Lungenaspergillose (11%) entstehen an den Orten der restlichen Veränderungen.

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