EUROMEDICAHanover23-24 Mai 2011 |
Advanced methods of diagnosis,
|
European Academy of Natural Sciences, HanoverEuropean Scientific Society, Hanover |
Home |
Abstracts |
Contact |
|
|
|
Disclaimer |
| R.T. Dzumasheva | LUNGENMORPHOLOGIE VON RATTEN BEI DER EINWIRKUNG VON URANERZSTAUB |
| Kasachische National Medizinisches Universität, benannt nach S.D. Asfendiyarov, Almaty, Kasachstan |
Bei der Einwirkung von Staubproduktionsfaktoren gehören die Lungen zu den am meisten gefährdeten Organen. Der Grund dafür ist, dass das Atmungssystem ein Haupthindernis des Körpers darstellt, wo sich die überwiegende Mehrheit aller, in bewegter Luft enthaltenen giftigen Substanzen, niederlässt. Gleichzeitig existieren keine experimentalen Untersuchungen, die eine Aufdeckung der Veränderungsmechanismen im Lungengewebe beim Einatmen von Uranerzstaub zum Ziel haben.
In diesem Zusammenhang wurde bei unseren Studien die Dynamik der Umstrukturierung des Lungengewebes bei chronischer Einwirkung von Uranerzstaub, in einer Abhängigkeit von der Dosis, bei den Ratten untersucht.
Materialien und Methoden:
Die experimentellen Untersuchungen wurden bei 120 weißen männlichen Ratten mit dem Körpergewicht von 120 bis 180 g durchgeführt. Es wurden die Auswirkungen von Uranerzstaub beim Einatmen untersucht, deren Konzentrationen die Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK-Wert) um fünf-, zehn- und fünfzigfache übersteigt. Die Bearbeitung von Versuchstieren mit dem Uranerzstaub erfolgte in speziellen Zellen. Die Kontrollgruppe bestand aus den Ratten, die in den gleich beschaffenen Zellen gehalten wurden, nur ohne die Uranerzstaubeinwirkung.
Den Tieren wurden die Gewebeproben nach 7, 30, 60, 90 und 120 Tagen seit dem Versuchbeginn entnommen. Die Struktur des Lungengewebes wurde mit Hilfe von der Lichtmikroskopie nach den Standardverfahren untersucht.
Untersuchungsergebnisse:
Im Großen und Ganzen stellte man schon beim Einatmen von Uranerzstaub in kleinen Dosen, die den fünften und zehnten MAK-Wert entsprachen, unterschiedlich ausgeprägte diszirkulatorische, hyperplastische, atrophische und fibroplastische Prozesse fest.
Die Anpassung der Atmungsorgane an die ständige Einwirkung von Uranerzstaub zeigte sich durch die Entwicklung von den schrittweise voranschreitenden Ereignissen, wie Verbreitung von Bronchialepithel, Atrophie des Alveolarepithels, emphysematösen Erweiterung der Alveolen, Hyperplasie des peribronchialen lymphatischen Gewebes, Fibrose und Sklerose, sowie eine Anzahlung vom interstitiellen Lungengewebe in Pigmentablagerungen.
Ungeachtet der einheitlichen Veränderungen, die in den Lungen der Ratten nach der Einwirkung von 5-ten und 10-ten MAK-Wert-Dosis festgestellt wurden, unterschied sich ihr Ausprägungsgrad sowie bei den Versuchsgruppen, als auch bei den Beobachtungszeitpunkten.
Bei der Erhöhung der Uranerzstaubdosis bis zu 50-zigsten MAK-Wert war die Antwortreaktion der Lungen nicht eindeutig und hing stark von der Dauer der Uranerzstaubeinwirkung ab.
Es stellte sich heraus, dass bei einem früheren Versuchszeitpunkt, nach 3 und 7 Tagen, das Einatmen von 50-zigsten MAK-Wert der Uranerzstaubdosis eine schädigende Wirkung auf die Schleimhaut der Bronchien und Alveolen mit der Entwicklung einer herdartigen serologisch-desquamativen Lungenentzündung zeigt, die von folgenden diszirkulatorischen Störungen, wie eine ungleichmäßige Blutgefäßfülle und das Ödem der interalveolären Wände, begleitet wurde.
Bei späteren Versuchszeitpunkten, nach 30 und 60 Tagen, stellte man in den Lungen fortgeschrittene fibroplastische Prozesse mit der Entwicklung der peribronchialen und perivaskulären Sklerose, sowie die Pigmentierung der Lungen fest. Progressives Atemnotsyndrom wurde von der Entwicklung eines Emphysems des Lungengewebes, einer zystischen Erweiterung der kleinen Bronchien und Bronchiolen, sowie einer produktiven Entzündung des Lungenstromas begleitet.