EUROMEDICAHanover23-24 Mai 2011 |
Advanced methods of diagnosis,
|
European Academy of Natural Sciences, HanoverEuropean Scientific Society, Hanover |
Home |
Abstracts |
Contact |
|
|
|
Disclaimer |
| T.N. Vasilkowa S.I. Matajew |
METABOLISCHES SYNDROM IN VOLKSGRUPPEN DES HOHEN NORDEN |
| Föderale staatliche Behörde - Wissenschaftszentrum für präventive Ernährung und Diättherapie bei der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der medizinischen Wissenschaften, Tjumen, Russland |
Metabolisches Syndrom wird mehr verbreitet in den Volksgruppen, in denen früher diese Pathologie selten war. Das Problem wird besonders akut im hohen Norden, wo die Extrembedingungen der Umwelt den Organismus von den zugereisten Einwohnern und Ureinwohnern – Nenzen von Tundra – negativ beeinflussen. Die Nenzen haben bis heute eine jahrhundertelang ausgearbeitete vernunftmässige traditionelle Lebensweise, Sprache und Nationalkultur aufbewahrt sowie auch Ernährungsgewohnheiten, die die Bildung von dem polaren (nördlichen) Metabolismus-Typ verursacht haben. Aber ausgewogene und richtige Ernährung der Ureinwohner im hohen Norden wird immer weniger möglich, weil die Lebensbedingungen durch intensive industrielle Nutzbarmachung des hohen Nordens geändert worden sind. Naturschätze werden in den Wirtschaftsverkehr aktiv hineingezogen, technogene Umwelt-Belastungen nehmen zu, was zu Dysbalance der Nahrungskettenkom ponenten und Zerstörung der Nahrungsstruktur von den Ureinwohnern, in der seit vielen Jahren Lipide und Proteine vorgeherrscht haben, führt. Traditionelle Nahrungsmittel werden aus der Ration verdrängt, so entstehen metabolische Störungen und Erkrankungshäufigkeit wächst.
Forschungsziel: die Besonderheiten des metabolischen Syndroms bei Ureinwohnern (Nenzen) und aus den anderen Regionen umgezogenen Personen (Slawen) in dem Autonomen Bezirk der Jamal-Nenzen (ABJN) zu studieren.
Materialien und Methoden: es wurden 709 Personen (Männer und Frauen), die in dem Autonomen Bezirk der Jamal-Nenzen leben, im Alter von 18 bis 60 Jahren alt untersucht. Metabolisches Syndrom wurde auf der Grundlage von Weltgesundheitsorganisationskrite rien (2008) festgestellt. Die untersuchten Personen wurden in 3 Gruppen aufgeteilt: die 1ste Gruppe – Ureinwohner-Nomaden, die 2te Gruppe – sesshafte Ureinwohner, die 3te Gruppe – in den Autonomen Bezirk der Jamal-Nenzen umgezogene Personen. Die Angaben wurden mit dem Programmpaket “SPSS” statistisch verarbeitet.
Ergebnisse: am häufigsten ist in jeder Gruppe das metabolische Syndrom aus drei Komponenten vorgekommen (über 50%). Die Kombination von allen Komponenten des metabolischen Syndroms war bei den sesshaften Nenzen in 25,9% Fällen zu beobachten, bei den in den Bezirk umgezogenen Einwohnern – in den 29,7% Fällen, bei den Nomaden - 7,3%. Purinstoffwechselstörungen wurden nur bei den sesshaften Nenzen (in 2,6% Fällen) und bei den in den Bezirk umgezogenen Einwohnern (in 4,5% Fällen) diagnostiziert, р <0,05. Die Kombination von Bauchverfettung, arterieller Hypertonie und Lipidstoffwechselstörung war in jeder Gruppe in über 50% Fällen zu diagnostizieren. Bei den Nomaden war die günstige Kombination von Komponenten des metabolischen Syndroms, dass heisst ohne arterielle Hypertonie und Dyslipidämie, in 22,0% Fällen zu beobachten, gegen 6,6% bei den sesshaften Nenzen (р<0,05) und 3,8% bei den in den Bezirk umgezogenen Einwohnern (р<0,01). Unter den Nomaden wurden nur Frühstörungen des Kohlenhydratstoffwechsels (46,6% Fälle) diagnostiziert, während unter den sesshaften Nenzen wurde Diabetes mellitus Typ 2 mit Reduzierung des Kompensationsgrades und Gehalt des glykolisierten Hämoglobins von 7,2±1,4% in 6,5% Fällen diagnostiziert. Unter den in den Bezirk umgezogenen Personen wurde Dyslipidämie Typ IIb in 48,9% Fällen diagnostiziert, während unter den Stammnomaden wurde nur Verminderung von Cholesterin Lipoprotein hoher Dichte (21,2% Fälle) als Lipidstoffwechselstörung diagnostiziert. Der Ablauf von arterieller Hypertonie bei den sesshaften Einwohnern war komplizierter als bei den Nomaden, schwere arterielle Hypertonie ist weiter verbreitet geworden (19,7% Fälle bei den sesshaften Nenzen und 29,7% Fälle bei den in den Bezirk umgezogenen Personen (р <0,05).
Zusammenfassung. Die Extrembedingungen im hohen Norden und Änderung von der traditionellen Lebensweise der Ureinwohner lösen metabolische Störungen aus und verursachen die die Besonderheiten von den klinischen Manifestationen des metabolischen Syndroms.
| METABOLISCHES SYNDROM MIT HYPERURIKÄMIE: BESONDERHEITEN DES NAHRUNGSSTATUS | List of abstracts | PROTECTION AGAINST ENVIRONMENTAL NEGATIVE IMPACTS |