EUROMEDICAHanover23-24 Mai 2011 |
Advanced methods of diagnosis,
|
European Academy of Natural Sciences, HanoverEuropean Scientific Society, Hanover |
Home |
Abstracts |
Contact |
|
|
|
Disclaimer |
| Guido Schumacher | MODERNE MÖGLICHKEITEN UND ERGEBNISSE DER ONKOLOGISCHEN CHIRURGIE DES GASTROINTESTINALTRAKTS |
| Chirurgische Klinik, Städtisches Klinikum Braunschweig, Braunschweig Deutschland; E-mail: g.schumacher@klinikum-braunschweig.de |
Die moderne Behandlung von gastrointestinalen Tumoren erfolgt immer interdisziplinär. Nach Komplettierung der Diagnostik wird jeder Patient in einem Tumorboard diskutiert und die Behandlung festgelegt. Bei Ösophagus, Magen und Rektumkarzinomen wird je nach Stadium eine neoadjuvante Chemo- oder Radiochemotherapie durchgeführt. Nach einem Intervall von ca. 4 Wochen nach Beendigung der neoadjuvanten Therapie wird der Patient operiert. Die Möglichkeiten der chirurgischen Therapie haben sich in den letzten Jahren auch durch die neoadjuvante Therapie verbessert. Die Operation bleibt dennoch die einzige Behandlungsoption mit der Möglichkeit der Heilung. Entscheidend für den Erfolg der Behandlung bleibt die radikale Chirurgie nach den Grundprinzipien der onkologischen Chirurgie mit Erreichen der R0-Situation und kompletter en bloc Lymphadenektomie. Wegen der notwendigen interdisziplinären Abstimmung und des Komplikationsmanagements müssen diese Operationen in einem erfahrenen Zentrum durchgeführt werden.
Beim distalen Ösophagus- und Kardiakarzinom werden auf diese Weise 5-Jahres-Überlebensraten von bis zu 45% erreicht. Beim Kolon- und Rektumkarzinom liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei ca. 70%. Die Behandlung von Lebermetastasen muss durch einen erfahrenen Leberchirurgen erfolgen, da nur so die guten modernen Möglichkeiten ausgenutzt werden können. Auch Metastasen in beiden können meist komplett entfernt werden. Das wird oft möglich, wenn die Operation in zwei Schritten mit einem Intervall von 4-6 Wochen durchgeführt wird. Bei sinnvoller Kombination aus Chemotherapie und Operation werden auch hier 5-Jahres-Überlebensraten von bis zu 50% erreicht. Primär inoperable Lebermetastasen werden zunächst mit Chemotherapie behandelt. Bei Ansprechen kann oft sekundär die Operation erfolgen.
Das Pankreaskarzinom kann heute in großen Zentren mit einer Letalität unter 3% operiert werden. Da noch keine wesentliche Chemotherapie zur Verfügung steht, ist die Operation die einzige Heilungschance.
Wenn eine gute interdisziplinäre Abstimmung, ausreichende Erfahrung der Chirurgen mit hohen Operationszahlen und Einhalten der Prinzipien der onkologischen Chirurgie sowie ein gutes perioperatives Management vorhanden sind, werden die besten Überlebensraten und die geringsten Komplikationen erreicht.
Wir präsentieren hier unsere Konzepte und Ergebnisse aus dem Klinikum Braunschweig mit besonderem Fokus auf Lebermetastasen, Ösophaguskarzinome und Pankreaskarzinome.
| PSYCHOLOGICAL CHARACTERISTICS AND COGNITIVE FUNCTIONING IN ADOLESCENTS WITHESSENTIAL ARTERIAL HYPERTENSION | List of abstracts | TECHNOLOGY OF CONSTRUCTIVE TRANSFORMATION OF DNA |