EUROMEDICA 

Hanover

23-24  Mai 2011

Advanced methods of diagnosis,
treatment and prophylactics

European Academy of Natural Sciences, Hanover

European Scientific Society, Hanover


U.S. Butov
V.U. Vasenova
S.H. Ahtyamov
NEUE METHODEN BEI DER BEHANDLUNG VOM SPITZEN KONDYLOM
Klinik für Dermatologie, Venerologie und klinische Mykologie, Pirogov Moskauer staatliche Universität, Moskau, Russland

Von allen sexuell übertragbaren Infektionen, befällt der Humane Papillomavirus (HPV) ebenso häufig sowohl die Männer, als auch die Frauen. Einige Serotypen besitzen ein hohes onkogenes Risiko und können den Gebärmutterhalskrebs, Krebs der Vulva, den Scheidenkrebs, sowie Krebs im analen und oropharyngealen Bereich hervorrufen. Das unterstreicht nur noch die soziale Bedeutung des Problems.

Das Ansteckungsrisiko mit dem spitzen Kondylom hängt unmittelbar mit dem häufigen Wechsel der Geschlechtspartner zusammen. Aber auch ein einmaliger Geschlechtsverkehr kann zur einen Infektion führen. In mehr als 50% der Fälle wurde festgestellt, dass die HPV-Infektion sowohl in Form einer Persistenz, als auch mit solchen klinischen Symptomen, wie akute Scheidenentzündungen, Juckreiz der äußeren Geschlechtsteile und Ausfluss verlaufen kann. In einigen Fällen treten Begleiterscheinungen, wie Fieber und Gelenkschmerzen auf, die anscheinend auf eine Immunschwäche zurückgehen.

Es ist bekannt, dass HPV in die basalen Epithelzellen eindringt, sich an die dort herrschende Bedingungen anpasst und beginnt, das E-7-Eiweiß herzustellen. Dieses Eiweiß neutralisiert die Interferonaktivität, wirkt sich negativ auf die Reifung der antigenpräsentierenden Zellen aus und unterdrückt die Expression der Haupthistoko mpatibilitätskomplexgene, was die Erkennungsprozess von antigenen Strukturen durch T-Lymphozyten erschwert.

Das wurde zur Grundlage für die Entwicklung von rekombinanten menschlichen Interferon alfa-2v durch staatliche Wissenschaftler vom ZAO „Biokad“ in der Form von Genferonzäpfchen, die eine gesamte immunomodulierende, sowie lokale antivirale und antiproliferative Wirkung in dem Schädigungsherd haben.

Wir haben 73 Patienten (53 Männer und 20 Frauen) im Alter von 19 bis 49 Jahren beobachtet. Die Krankheitsdauer betrug bei 69,8% der untersuchten Personen bis einen Jahr und bei 30,2% - über einen Jahr. Die kombinierte Therapie beinhaltete sowohl bei Männern, als auch bei Frauen die rektale Einführung von Genferonzäpchen bis zu 1000000 Einheiten zwei Mal pro Tag innerhalb von zehn Tagen. Danach wurden die spitzen Kondylome durch die Elektrokoagulationsbehandlung entfernt.

Die Medikamenteneinführung erfolgte bei den Männern 20 Tage lang rektal bis zu 1000000 Einheiten jeden zweiten Tag. Die Frauen bekamen das Medikament 10 Tage lang vaginal bis zu 500000 Einheiten zweimal pro Tag, sowie parallel 20 tage lang rektal bis zu 1000000 Einheiten jeden zweiten Tag.

Als Ergebnis dieser kombinierten Behandlung, traf die klinisch-laboratorische Genesung bei 93,9% der Patienten, während bei einem chirurgischen Eingriff ohne Genferon es nur bei 77,5% der Fall war. In der ersten Gruppe wurde die Erhaltung der klinischen Symptome bei 6,1% und in der zweiten Gruppe – bei 22,5% der Patienten beobachtet. Auf dieser Weise stellt sich die kombinierte Behandlung mit Gerferon als pathogen heraus und zeigt eine ausgeprägte klinische Wirkung.